Entzündlicher Rückenschmerz?!

News vom 04. April 2017
 Rückenschmerzen durch Bandscheibe, Rheuma, Faszien - Dr. Sigg

Tiefsitzende Rückenschmerzen durch einen de-stabilisierenden Bandscheibenvorfall - oder durch Rheuma oder Arthrose der Lendenwirbelsäule und Iliosakralgelenke?

Früherkennung und Frühbehandlung von Bandscheibenvorfall, Rheuma und Arthrose zur noch bestmöglichen Vermeidung bleibender Bewegungseinschränkungen!

Während bislang fast alle Welt bei ausstrahlenden tiefen unteren Rückenschmerzen fast sofort an einen Bandscheibenvorfall, eine ISG-/LWS-Blockade mit "verschobenem Becken & Lendenwirbel", an Beinlängendifferenz oder zu schwache Rücken-/Bauchmuskeln und dann an Beinlängenausgleich, Übungen, Faszienrollen und Detoxdiäten zu denken scheint, gibt es auch eine ganze Reihe weiterer, mindestens ebenso ernsthafter und möglichst früh wesentlich gezielter zu behandelnder Ischias-, Hüft- und Rückenschmerzursachen!

Die drei wichtigsten darunter sind
  • eine Form von entzündlichem Wirbelsäulen-Rheuma: Spondyloarthritis, Sakroiliitis (incl. nr-axSpA)
  • ein Reizzustand des Wirbelzwischenraumes: Osteochondrose/Modic-Changes und Spondylodiszitis
  • eine degenerative, aktivierte Osteoarthrosis/Spondylarthrosis/Spondylose von Lendenwirbelsäule und Iliosakralarthrose/ISG-Instabilität
Bei allen dreien spielt jedoch weniger der Knorpel und die "Knorpelschmiere"/Hyaluron, als vielmehr die Vorgänge am Übergang zwischen Faszie/Bandscheibe und angrenzender Knochenrinde die zentrale Rolle, weswegen häufig auch auch von "Anhaftungsleiden = Enthesiopathien/Enthesitiden" zu hören ist.
 
Auf einem gewöhnlichen Röntgenbild sind erst die späteren knöchernen und knorpeligen Folgen dieser anhaltenden immunrheumatischen Entgleisungen zu erkennen: der rapide (sekundäre) Umbau des Knochens und auch des Knorpelüberzuges an den Knochenkontaktstellen. Deswegen sind seit Jahren die Erkennung von Frühveränderungen des Zwischenwirbelraumes und des Kreuzdarmbeingelenkes ISG, aber auch des Spinalkanals durch rechtzeitig frühe Magnetresonanztomografie MRT bei entsprechendem Verdacht intensiv in den Blickpunkt der Rheumatologie gerückt. Die Bandscheibe und die angrenzenden Lendenwirbel bedürfen bezüglich Rheuma und Arthrose der intensiveren Abklärung:
 
Modic-Changes, also Modic-Veränderungen zwischen zwei Lendenwirbeln führen in drei Stadien zu einer defekten Bandscheibe. Während der (Neuro-)Radiologe M. Modic in den USA bislang nicht müde wird, die Relevanz der nach ihm benannten Modic-Changes zu relativieren, sehen viele andere Kollegen hier durchaus zumindest eine ernst zu nehmende Veränderung. Vor allem auch in der US-Rheumatology wird ohnehin seit vielen Jahren nicht von "Arthrosis" sondern von "Osteoarthritis" gesprochen, d.h. von im Kernspin nachweisbaren Veränderungen bei Reizzuständen von Gelenkkapseln/Faszien, Knochenrinde/Periost und angrenzendem Knochen. So z.B. an der Hüfte, dem Knie und vor allem auch an LWS & ISG. Die Entzündung von Wirbelgelenkes nennt sich Spondyloarthritis, diejenige von Iliosakralgelenken Sakroiliitis und die von Bandscheiben aber Degenerativ Disc Disease DDD oder auch Modic-Changes.
 
Natürlich haben Reizzustände der Bandscheiben, der Wirbel- oder Facettgelenke oder der Kreuzdarmbeinfugen Auswirkungen auf die Umgebung und auf den gesamten Faszienkomplex des Körpers. Hier aber ohne die Kenntnis der tiefer liegenden Aktivierungen allzu forsch zu "manipulieren" und "mobilisieren" oder zu "trainieren" ist nicht ratsam.
 
Bei rheumatischen oder sonstigen immunreaktiven Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte (bzw. der iliosakralen Hüftspalte) empfiehlt sich eher die Anwendung milderer physikalischer und balneologischer Anwendungen, eine allgemeines neurovegetatives Re-Balancing und eventuell auch gezielte biomodulative Interventions-Therapien möglichst unter der Leitung durch einen erfahrenen Spezialisten. Nicht jeder in den Ischias ausstrahlende Rückenschmerz kommt durch im MRT zwar erkennbare Einengungen von Nervenwurzelkanälen zustande, sondern vielleicht auch durch andere immunreaktive örtliche Reizzustände: und profitiert eher von einer intensivierten konservativen ("erhaltenden") als von einer chirurgisch invasiveren Operation an Bandscheibe und Spinalkanal.
 
Gerne analysiere ich deswegen in der Sprechstunde zusammen mit Ihnen Ihre aktuelle Situation von LWS & ISG im Detail und berate Sie über eventuell (noch) mögliche Behandlungsmöglichkeiten!


Hinweis von bandscheibenzentrum.de:
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Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit einem Bandscheibenvorfall oder Schmerzen in der Bandscheibe ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen beinhaltet Städte wie Ravensburg, Weingarten, Lindau, Tettnang, Friedrichshafen, Markdorf, Meersburg, Überlingen, Sigmaringen, Mengen, Bad Saulgau, Riedlingen, Ehingen, Ulm, Neu-Ulm, Bad Buchau, Biberach, Bad Waldsee, Augsburg, Kempten, Memmingen, Leutkirch, Bad Wurzach, Isny, Wangen, Lindenberg und Scheidegg bis hin zu den Regionen Stuttgart, Freiburg und München.


 

Dr. Peter Sigg

Bandscheibenzentrum Dr. Sigg, Deutschland

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