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Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall: Übungen?

Was tun, wenn bei einem Bandscheibenvorfall = Prolaps oder auch bei einer Bandscheibenvorwölbung =  Protrusion Übungen nicht wirklich befriedigend helfen?

Was tun, wenn bei einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder auch bei einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion Übungen und Schmerzmittel nicht wirklich befriedigend helfen?

Sind dann wirklich Morphium, Opiate, Psychopharmaka, Kortison oder eine Bandscheiben-Operation angezeigt?

Neue Erkenntnisse aus der Faszienbiologie, Faszien-Akupunktur, Faszien-Neuraltherapie z.B. mit Biosubstanzen oder eine biophysikalische Neuromodulation führen zu neuen, alternativen Behandlungsansätzen:

Hierzu muss natürlich die spezifische = biostrukturelle Diagnose eindeutig geklärt sein.

Denn nicht jeder Bandscheiben-Prolaps und nicht jede Bandscheiben-Protrusion verursachen Schmerzen immer nur durch einen Druck auf Nervenwurzeln.

Häufiger sind untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und/oder Ischiasschmerzen auf eine örtliche bioreaktive Überreizung im Rückenmarkskanal-Bindegewebe (epidurale Faszienschichten) ausgelöst:

Alarm im Spinalkanal!

Das in den Spinalkanal übergetretene Bandscheibenkerngewebe durch den äußeren Bandscheibenfaserring hindurch führt häufig zu einer massiven entzündlichen Reaktion. Diese örtliche Reizung kann dann auf die Nervenwurzel und vor allem auch auf die segmentalen vegetativen/sympathischen feinsten Nervengeflechte und auf den Nervenhinterwurzelknoten (Dorsal Root Ganglion) im Spinalkanal übergreifen.

Das scheint auch Auswirkungen auf das gesamte vegetative Nervensystem zur Folge zu haben. Und diese Auswirkungen durch den segmentalen Alarm im Spinalkanal und Nervenwurzelkanal führt oft zu einer Kette von schmerzhaften myofaszialen "Blockaden".

Selbst dann, wenn keine Lähmungen (Paresen) und Gefühlsausfälle zu beobachten sind, haben untere Rückenschmerzen und innere Hüftschmerzen ihre Ursache in einer überreizten Nervenwurzel und ihrem Nervenhinterwurzelknoten. Manchmal durch einen Prolaps, manchmal durch eine Protrusion.

Die Faszien des Iliosakralgelenks und des Steißbeins und vor allem des Spinalkanals reagieren über das vegetative Nervensystem oft besonders intensiv und anhaltend schmerzhaft. Manche Übungen, wie sie bei reaktiven muskulären Verspannungen zum Beispiel des tiefen Hüftmuskels Piriformis sinnvoll erscheinen mögen, können diese tiefen neurovegetativ unterhaltenden Überreizungen und Entzündungen sogar intensivieren. Erst wenn diese reaktiv übersteuernden Nervenzentren z.b. durch eine gezielte Neuraltherapie mit auch biologischen Substanzen oder eine Neuromodulation mit gezielten biophysikalischen Interventionen sich wieder beruhigt haben, kann eine zunehmende aktive rehabilitative Rekonditionierung in`s Auge gefasst werden! 

Bilder Bandscheibenvorfall

Neuere Erkenntnisse zeigen zunehmend, dass eine gezielte Therapie an den vegetativen Nervenknoten entlang der Vorderseite der Wirbelsäule (vegetativsympathischer) Grenzstrang und auch am Nervenhinterwurzelknoten (Dorsal Root Ganglion) im Spinal- und Nervenwurzelkanal zum Beispiel mittels einer PRT (Peri- Radikulären- Therapie) oder einer epiduralen Injektion direkt in die Faszien des Rückenmarkskanals oft besonders gut helfen kann, wenn sie die zugeordneten Akupunktur-Meridiane mit berücksichtigt. Das auch durch die Verwendung von biophysikalischen Energien oder von Biosubstanzen erfolgen.

Als besonders hilfreich hat sich in den vergangenen Jahren gerade auch der Einsatz von geringsten Mengen eines Botulinumtoxins an die vegetativen Nervenknoten (Grenzstrang-Ganglien) und an verschiedenen zugehörigen Akupunkturpunkten in den verklebten Faszien erwiesen.

Der Einsatz z.B. von Botulinumpräparaten erfolgt bei einer schmerzhaften Arthrose oder einem Bandscheibenvorfall in den Spinalkanal der Lendenwirbelsäule sowie im Bereich des Iliosakralgelenks mit geringsten Dosierungen. Und natürlich immer unter Bild-Kontrolle. Und ebenso selbstverständlich werden solche und weitere neuromodulatorisch gezielte Therapien bei einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder einer Bandscheibenvorwölbung erst nach einer eingehenden Analyse durch einen besonders spezialisierten Schmerztherapiearzt durchgeführt.

Über klassische Therapien wie die multimodale Schmerztherapie mit Schmerzmitteln, Entzündungshemmern und Muskeldehn-/Muskelkräftigungsübungen, sowie über den zu erwartenden weiteren Verlauf unter den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten (konservativ-minimalinvasiv-operativ), die genaue Durchführung von gezielten Interventionstherapien, die notwendigen Begleitmaßnahmen, sowie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen wird Sie der Spezialist bei gegebener Indikation selbstverständlich nochmals entsprechend differenziert beraten.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.