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Rheumatische Sakroiliitis

Der möglichst früh- und damit noch rechtzeitige Erkennung der Symptome sowie die fachärztliche Expertise diagnostischer und therapeutischer Optionen bei entzündlichem Rheuma aus der iliosakralen Knochenspalte ist in diesem Jahr noch intensiver in den medizinischen Fokus gerückt worden:

Früherkennung und konsequente Frühbehandlung kann den zerstörerischen Verlauf dieser speziellen Form von immunologisch entzündlichem Rheuma des Kreuzbeins, der Darmbeine und der Wirbelsäule heute besser denn je verhindern helfen!

Hüftschmerzen, tief sitzende Rückenschmerzen, aber auch Fersenschmerzen treten hier bei diesem Rheuma vor allem nachts und frühmorgens auf. Darmleiden, Schuppenflechte (Psoriasis), Augenentzündungen und weitere Begleiterscheinungen können gelegentlich mit beobachtet werden.

Normales Röntgen zeigt erst (zu) spät Auffälligkeiten, weswegen jetzt spezielle Schichtaufnahmen wie Kernspin MRT und CT sowie entsprechende spezielle Labortests erwogen werden sollten. Man spricht heute von nr-AxSpA, d.h. nonradiological-AxialSpondyloArthritis, evtl. auch Psoriasisarthritis, Spondyloarthritiden, Spondylarthritiden, Spondylitis ankylosans, Morbus Bechterew. Noch viel zu wenig Bedeutung wird auch dem bei Diabetes und Hyperlipidämien gelegentlich zu findenden Morbus Forrestier, Spondylosis hyperostotica, der Zuckergußwirbelsäule, beigemessen.

Der erfahrene Spezialist wird rechtzeitig früh reagieren und die Weichen stellen.

Schmerzmittel und Gymnastik können hier ebenso wenig den weiteren entzündlich zerstörerischen Verlauf verhindern wie schmerztherapeutische Interventionen oder gar Operationen am Hüftgelenk oder der Bandscheibe.

Die pharmakologische Immuntherapie mit den neu zugelassenen Biologica hat enorme Erwartungen geweckt. Kortison (Steroide) und NonSteroidalAntiRheumaticals NSAR haben neben Zellteilungsgiften wie MTX u.a. die alten Methoden wie Gold seit etlichen Jahren abgelöst, sind aber ebenfalls wegen ihrer Nebenwirkungen engmaschig ärztlich zu überwachen.

Minimalinvasive Verfahren wie spezielle gezielte Injektionen und Iliosakral-Stabilisationen bei anhaltenden Belastungsschmerzen im Sitzen, beim Umwenden, beim Heben können auch bei rheumatischen Sakroiliitiden erwogen werden. Sie allein können jedoch den zerstörerischen rheumatischen Entzündungsprozeß nicht beenden.

Im Herbst des jetzt ablaufenden Jahr 2015 habe ich in Hamburg, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart, Fulda, Würzburg, Nürnberg und Landsberg a.L. vor Ärztinnen und Ärzten über die spezielle Diagnostik und über mögliche biologische Therapieoptionen des anhaltend schmerzhaft minderbelastbaren Kreuzdarmbeingelenkes gehalten, war im letzten Winter in Miami, Florida, dann im Frühjahr in San Jose, Kalifornien und bin jetzt wieder in Tampa, Florida und kann - hier wie dort - beobachten, daß uns trotz aller heute verfügbar zugänglicher Schmerztherapien vor allem die Mobilitäts-Probleme z.B. auch durch ein 'painfully dysfunctional si-joint', eine 'si-osteoarthritis' oder gar eine 'sacroiliitis' wohl auf einige Zeit in mehrerlei Hinsicht noch weiter intensivst beschäftigen werden...

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


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Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.