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ISG-Syndrom

Ein ISG-Syndrom durch Rheuma & Arthrose möglichst früh erkennen...

... und die Entzündung schnellstmöglich rheumatologisch behandeln!

Eine beginnende immunreaktive rheumatische Entzündung ist rechtzeitig nur im Kernspin MRT zu erkennen und muss dann auch rechtzeitig gezielt behandelt werden: 

Veränderungen im Röntgenbild treten erst deutlich viel später auf und sind dann ohnehin nicht immer gleich richtig zu deuten: ISG-Arthrose durch Instabilität oder doch entzündliches ISG-Rheuma?

Folgende Symptome und anamnestischen Hinweise sollten besonders wichtig genommen werden, bedürfen einer raschen weiteren rheumatologischen Abklärung und möglicherweise auch entsprechenden Behandlung:

wenn Sie oder ein Geschwister oder ein Elternteil unter einer Psoriasis-Schuppenflechte leiden, unter einer chronischen Crohn-Darmentzündung leiden oder vor kurzem eine infektiöse Darmerkrankung durchgemacht haben

und wenn Sie vor allem unter nächtlichen/frühmorgendlichen tief sitzenden Kreuzschmerzen oft mit Ausstrahlungen bis in die Knie und Unterschenkel leiden,

ist eine Sakroiliitis / Kreuzdarmbeingelenks-Entzündung gut möglich.

Welche weiteren Schritte sind zur Diagnose Sakroiliitis durch Rheuma dann erforderlich?

Ist die Abgrenzung von Rheuma zu Arthrose, Faszienverklebung/ISG-Blockade und ISG-Instabilität wirklich immer so eindeutig möglich: was tun, wenn vielleicht eine ISG-Rheuma, eine ISG-Arthrose, eine ISG-Blockade mit verklebten ISG-Faszien und eine Arthrose der Lendenwirbel sowie ein Bandscheibenvorfall gleichzeitig vorliegen? Operation der Bandscheibe? Therapie der rheumatischen Sakroilitiis? Osteopathie? Übungen? Schmerztherapie?

Nach meiner langjährigen Erfahrung steht das Kreuzbein ganz oben in der Rangordnung der therapeutischen Überlegungen. Ohne eine stabile Basis der Lendenwirbelsäule ist diese auch bei Bandscheibenvorfall, Arthrose und blockierten Lendenwirbeln sowie Abnutzungen & Entzündungen Modic der Bandscheibe nicht anhaltend befriedigend behandelbar. Schon gar nicht, wenn es sich um eine Entzündung des Iliosakralgelenkes Sakroiliitis durch entzündliches Immun-Rheuma handelt.

Die Diagnose eines rheumatischen ISG-Syndroms wird heute durch ein spezielles STIR-MRT, sowie durch eine Blutuntersuchung auf den genetischen Marker HLA-B27 und die Entzündungswerte BSG & CRP hin, sowie durch den Nachtschmerz erfolgen.

Charakteristisch sind bei rheumatischen Kreuzdarmbeingelenksentzündungen die Lokalisation zunächst am Übergang der iliosakralen Faszien in die Knochenrinde. Sie werden nur in den genannten MRT-Schnittbildern erkannt und bedürfen in den frühen Stadien einer wirklich langjährigen ärztlich diagnostischen Erfahrung. Dies gilt ja auch bei den MRT kernspintomografischen Beurteilungen der übrigen Wirbelsäule, auf der es nicht immer nur Bandscheibenvorfälle und eingeengte Nervenwurzelkanäle zu erkennen gibt...

Die gezielte Therapie einer rheumatischen Sakroliitis Iliosakralgelenksentzündung sollte unbedingt von einem erfahrenen Rheumatologen überwacht werden!

Entzündungshemmend wirken nicht nur das steroidale Hormon Kortison und die so genannten nicht steroidalen Entzündungshemmer wie Ibuprofen, Diclofenac, etc.pp. mit all` ihren hinlänglich bekannten unerwünschten Nebenwirkungen. Ständig neue so genannte "Biologicals" drängen zusammen mit den etwas weniger teuren "Biosimiliars" auf den Markt. Aber auch sie sind nicht völlig frei von unerwünschten Nebenwirkungen und bedürfen ebenfalls einer geschulten fachärztlich internistisch-rheumatologischen Überwachung.

Durch ein entzündliches Rheuma zusätzlich verklebte Faszien, iliosakrale Instabilitäten und ISG-Arthrosen mit Piriformis-Syndrom-Ischias müssen trotz einer internistisch überwachter Medikation selbstverständlich wie eventuelle Arthrosen mit Spinalstenosen der Lendenwirbelsäule LWS oder Bandscheibenschäden wie Modic-Changes, Bandscheibenvorfall, Gleitwirbel gezielt zusätzlich mit behandelt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass durch die Früherkennung & Frühbehandlung von entzündlichen Rückenschmerzen durch eine so genannte nr-axSpA ( = nicht röngenologische axiale Spondyloarthritis) - also durch ein frühes Stadium von Sakroiliitis-Rheuma der Kreuzdarmbeinfugen und der Wirbelsäule und auch einzelner Gelenke - in Zukunft viel unnötiges späteres schmerzhaft einschränkendes Leid definitiv besser verhindert werden kann!

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.