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Prolaps, Protrusion, ISG?

Biomedizin für Bandscheibe und ISG findet immer bessere Akzeptanz: bei einem Bandscheibenprolaps oder einer Bandscheibenprotrusion zeigt sich selbst nach einem neurochirurgischen oder orthopädischen operativen Eingriff oft doch nicht der erhoffte anhaltende Erfolg. Eine die Bandscheibenschäden oft begleitende Instabilität des ISG beeinträchtigt häufig zusätzlich die Ergebnisse. Schmerzmittel und Schmerztherapie und sogar viele Physiotherapien und Osteopathie können zur gezielten, nachhaltig anhaltenden Stabilisation des ISG oft auch nur zu wenig beitragen.

Nach einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion sollte auch die iliosakrale Stabilität des Kreuzbeins zwischen den Darmbeinen rasch wieder hergestellt werden. Nicht immer muss dann aber sofort eine chirurgische, orthopädische oder neurochirurgische operative SI-Fusion erfolgen!

Das Computertomogramm oben zeigt im Übrigen einen solchen chirurgisch operativen Versuch einer neurochirurgischen Stabilisation des ISG nach vorausgegangenem fehlgeschlagenem neurochirurgischen Versuch einer SI-Stabilisation mittels einer anderen Methode und davor ebenfalls unbefriedigendem Ergebnis einer neurochirurgischer Bandscheibenoperation Nukleotomie der LWS. Der Patient kann das ISG immer noch nicht belasten und benötigt weiterhin regelmäßig starke Schmerzmittel. Eine weitere neurochirurgische operative Revision ist (noch) nicht vorgesehen. Die Radiofrequenzdenervierung des ISG ist in Folge der örtlichen starken Narbenbildung wenig aussichtsreich und ein Schmerzschrittmacher, dh. eine Spinal-Cord-Stimulation SCS im Spinalkanal von den Neurochirurgen bereits in Erwägung gezogen.

Neue biologisch stabilisierende bildgesteuerte Interventionen am ISG finden deshalb vor einer chirurgisch operativen Iliosakralfusion immer breitere Akzeptanz und solche gezielt bildgesteuerte (fluoroskopische) biologische Eingriffe zur Stabilisation der iliosakralen Knochenspalte in der inneren Hüfte - der Nahtstelle zwischen Rücken und Bein - können auch gleichzeitig mit und in Ergänzung zu den neuen Optionen zu bildgesteuerten gezielten Eingriffen an und in den Bandscheiben bei einer Protrusion oder einem Prolaps zwischen den Lendenwirbeln in der LWS erfolgen.

Ich habe erfreulich gute Erfahrungen mit der bildgesteuerten (fluoroskopischen) Behandlung des belastungs- und bewegungsschmerzhaften ISG auch bei Bandscheibenschäden gemacht. Hierzu verwende ich Plättchen-reiches Plasma PRP aus dem speziell aufbereiteten Eigenblut der Patientinen und Patienten. Sensomotorisches Training nach vorausgehender 4D-Vermessung von Becken, Rücken und Fußabroll-Aufzeichnung sowie starke physikalische Druckwellen -  die intensive myofasziale und periostale Extrakorporelle SchockWellenTherapie ESWT - ergänzen und verstärken jetzt ebenfalls zunehmend die biologisch regenerative Therapie des ISG.

Meist sind 3-5 Termine im Abstand von einer Woche einzuplanen. Es handelt sich aber nicht um eine Schmerzbehandlung, sondern um eine biologische Regenerationsmedizin - und der stabilisierende Effekt tritt erst allmählich ein. Auffrischungen nach 6-12 Monaten und ein begleitendes, selbständiges - zunehmend auch über eine App und Sensoren online-kontrolliertes - sensomotorisches Training sind anzuraten.

Zusammen mit der ESWT und dem sensomotorischen Training kann das gezielt eingebrachte PRP also dabei helfen, einen örtlich regenerativen/stabilisierenden Vorgang in den tiefen Faszien und in der Knochenrinde des ISG auszulösen und durch die Wiederholungen auch weiter zu verstärken. Auch eine Protrusion oder ein Prolaps von Bandscheiben des unteren Rückens (LWS) können, falls erforderlich, schon gleichzeitig durch bildgesteuerte so genannte "epidurale Infiltrationen/Injektionen" in den Spinalkanal mitbehandelt werden.

Über die entstehenden Kosten, etwaige Kostenerstattung durch die Kassen, genaue Indikationen und mögliche Risiken berate ich gerne im Einzelfall und in einem persönlichen Gespräch in der Sprechstunde.

Sehr gerne schaue ich mir aber bereits vor der Terminierung einer Vorstellung und Beratung in meiner Sprechstunde schon im Vorfeld Ihr eventuell schon vorhandenes aktuelles(!) MRT Ihrer Protrusion oder Ihres Prolaps von Bandscheiben Ihrer Lendenwirbelsäule LWS an. 

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.