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Eigenblut bei Arthrose?

Aus dem Eigenblut direkt vor der gezielten Injektion gewonnenes Plasmakonzentrat kann im Bindegewebe und in den Faszien wohl eine ganze Kaskade biostimulativer Effekte in Gang setzen. Was alles genau geschieht wird derzeit intensiv erforscht: Stichworte "Stammzellen", "Zellbotenstoffe"?. Durch zusätzliche physikalische Stimulationen wie z.B. Stoßwellentherapie (ESWT: Extrakorporell erzeugte Stoßwellen Therapie) kann der Effekt auch bei einer Arthrose am Iliosakralgelenk, an den Lendenwirbeln sowie der tiefen Rückenfaszien, z.B.der Fascia iliosakralis, iliolumbalis und thoracolumbalis noch weiter intensiviert werden.

Die zuerst nur bei schlecht heilenden Knochenbrüchen in der Unfallchirurgie angewendete Eigenblutbehandlung und ESWT-Stoßwellentherapie hat über die Sportmedizin nun auch einen festen Platz bei Rückenschmerzen und Hüftschmerzen durch Faszieninsuffizienz und Arthrose (Coxarthrose, ISG-Arthrose, ISG-Syndrom durch verklebte Faszien, Piriformissyndrom und ISG-Instabilität, Wirbelarthrose und Lendenwirbelinstabilität, etc.) zu erobern begonnen.

Die Blutabnahme erfolgt immer unmittelbar vor der dann möglichst exakt bildgesteuert durchgeführten Einspritzung des Blutplasmas. Das rote Blut wird durch Zentrifugieren vom Blutplasma getrennt. Das Blutplasma kann bei Bedarf zusätzlich durch weitere biomodulative Substanzen aus der Biomedizin ergänzt werden. Direkt anschließend kann die fokussierte und/oder radiale Stoßwellenbehandlung angeschlossen werden. Auch niederenergetisches Laserlicht, stochastisch gepulste Magnetfeldschwingungen und Vitalstoffinfusionen kommen zur weiteren Potenzierung der Eigenblut- und ESWT-Effekte gerne zusätzlich zum Einsatz.

Bei Arthrose der Lendenwirbel direkt auf dem Kreuzbein ist nicht selten eine zunehmende Einengung des Rückenmarkkanals Spinalkanalstenose zu beobachten: auch hier kann eine ganz gezielt Eigenblutbehandlung des veränderten Abschnitts im Spinalkanal erfolgen. Ich führe die Eigenbluttherapie bei Rückenarthrose und Kreuzdarmbeinarthrose auch  nach einer bildgesteuert gezielten Neurostimulation der Nervenquellknoten (Dorsal-Root-Ganglien) in den Nervenwurzeldurchtrittkanälen durch.

Ein Thema ist die Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenversicherungen, die diese neuen Therapien als so genannte "IGeL" bewerten. Sie stellen diese Therapieoption damit auf dieselbe Stufe wie früher die Akupunktur, Osteopathie und Homöopathie oder auch kosmetische Hautverjüngungen durch Eigenblutspritzen.

Trotzdem werden "Eigenblut-/Biospritzen" und "Stoßwellen" zunehmend intensiver nachgefragt. Die Indikationen sind jedoch in jedem Fall akribisch zu prüfen! Zusätzliche Trainingskonzepte wie die sensomotorische Re-Balancierung und Re-Conditionierung, die Wiederherstellung der "Corestability" über die Coremuskeln Psoas, Iliacus und Piriformis gehören hierbei wie das Faszien-Detox zur Entschlackung der Faszien-Matrix und zur Steigerung der Faszien-Kompetenz unbedingt mit in ein solches Behandlungskonzept integriert!

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.