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Sensomotorik?

Warum es so wichtig ist, nach einem Bandscheibenvorfall vor allem die Sensomotorik zu trainierenBandscheibenvorfälle im unteren Rücken müssen nicht der Beginn einer langen Leidensgeschichte sein. Das Kernspin MRT zeigt schnell und zuverlässig den Ort und das Ausmaß des Bandscheibenschadens. Neurochirurgie ist nur selten nötig. Nämlich dann, wenn eine oder mehrere Nervenwurzeln so stark abgedrückt werden, dass eine schwere Lähmung oder ein starkes Taubheitsgefühl oder gar ein Verlust der Kontrolle über den Blasen- oder Enddarmverschlussmuskel eintreten. Das ist aber nur sehr, sehr selten der Fall und die Indikation zur OP des Bandscheibenvorfall eigentlich auch nur sehr, sehr selten zu stellen.

Was aber geschieht, wenn man nur Schmerzmittel nimmt? Eine Chirotherapie scheidet sowieso ohnehin aus!

Natürlich muss der Bandscheibenschaden von einem Spezialisten sowohl im MRT wie auch in der Zusammenschau mit den übrigen Untersuchungsbefunden möglichst individuell und differenziert beurteilt werden. Oft finden sich Zusatzbefunde an weiteren Bandscheiben, an der iliosakralen Hüfte sowie vor allem Störungen der Koordination der inneren Corestabilisatoren, der so genannten Sensomotorik des unteren Rückens im Becken zwischen den beiden Hüften.

Die Kontrolle über die Corestabilisatoren Psoas und Piriformis ist mit unserer heutigen Lebensweise oft verloren gegangen. Ebenso die Kontrolle über das sogenannte vegetative, autonome Nervengeflecht links und rechts neben der inneren vorderen Wirbelsäule. In diesen Nervengeflechten finden sich zwischen jeweils zwei benachbarten Wirbeln sogenannte "Nervenhinterwurzelknoten", eine Art Mini-Zentrale für das zugehörige segmentale Fasziensystem.

Durch einen Bandscheibenprolaps (=vorfall) kann es auch zu massiven Störungen dieser vegetativen Schaltzentralen kommen, was nicht nur einen ganz speziellen Schmerzcharakter verursacht, sondern auch die gesamte Koordination im feinen sensomotorischen Zusammenspiel von Muskeln und Faszien erheblich durcheinander bringen kann.

Der Reizzustand im Rückenmarkskanal muss deswegen auch möglich schnell und gezielt behoben werden, um eine weitere Dekompensation der Sensomotorik schnellstmöglich zu verhindern:

Hierzu gibt es eine Reihe verschiedener, unter Sichtkontrolle gezielt zu applizierende Substanzen und Laserapplikationen, auch starke pulsierende physikalische Felder und vor allem eine möglichst umgehende, ständig kontrollierte sensomotorische Neu-Programmierung der "Nervenhinterwurzelknoten" (Spinalganglien) im Zusammenspiel mit den Faszien, den beiden Corestabilisatoren und den kleinen, vielgefiederten inneren Wirbelmuskeln.

Neue rehabilitative, auch IT-basierte Online-Methoden mit speziellen Sensoren und Trainingskonzepten aus der Sportmedizin und aus der Neuroreha können natürlich den auch persönlichen Kontakt zum Rehabilitationsmediziner nicht ganz verzichtbar machen...

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.