Neue Behandlung Sequester BSV L4/L5

News vom 23. August 2016
Behandlung Sequester BSV L4/L5

Der Bandscheibenvorfall BSV L4/L5 ist in jungen Jahren häufig mit einem unterschiedlich großen Sequester verbunden: was tun? Die gute Information zuerst: sequestrierte BSV`s aus L4/L5 lassen sich besonders leicht behandeln, wesentlich einfacher als aus der darunter liegenden Etage L5/S1.

Die Kehrseite davon: danach sind besonders häufig Folgeschäden wie eben der weiter rasch fortscheitende Kollaps der Bandscheibe L4/L5, DiskuskollapsL4/L5 mit zunehmender Segment-Instabilität L4/L5 zu beobachten. Diese Etage ist nämlich in besonderem Umfang statisch-mechanisch belastet. Bei einer Operation zur Entfernung des Sequesters aus dem Rückenmarkskanal werden verschiedene potentiell schädliche Konsequenzen in Kauf genommen. Die beiden wichtigsten neben Narkosezwischenfällen, Infektion, Nervenwurzelverletzung und Liquorfistel (Loch in der Rückenmarkshaut mit Austritt von Nervenwasser aus dem Spinalkanal) sind die Narbenbildungen mit Verwachsungen sowie der Verlust der sensomotorisch regulierten mechanischen Stabilität zwischen L4 und L5.

Darüber wird Sie der Neurochirurg oder die Neurochirurgin sicher immer informieren und Ihre Information und Einwilligung entsprechend schriftlich dokumentieren.

Um aber positiv zu bleiben: nur wenige Sequester aus L4/L5 (natürlich auch der übrigen, selteneren Sequester sowie der übrigen Bandscheibenvorfälle und Faserringüberdehnungen müssen überhaupt operiert werden! Die Indikation besteht nur bei erheblichen Lähmungen und Gefühlsausfällen. Die meisten Sequester werden im epiduralen Bindegewebe auf natürlichem Wege wieder resorbiert. Dabei können erhebliche schmerzhafte Reizzustände auftreten, die aber heute auch mittels bildgesteuerter örtlicher Spritzenbehandlung gelindert werden können.

Viel wichtiger ist der Erhalt, bzw. die Regeneration des Zwischenwirbelraumes, d.h. der Bandscheibe L4/L5 selbst. Diese Bandscheibe hat eine Art Schlüsselstellung in der Kontrolle der inneren Körperspannung, ist wie die Faszien der iliosakralen Hüfte eine Art Relais-Station. Sie bestmöglich zu erhalten ist deswegen gerade auch für die Physikalische und Rehabilitative Medizin zu einem zentralen Thema geworden. Neben der allgemeinen inneren Spannungskontrolle und damit des inneren "Wohlgefühls" ist hier wohl auch der wesentliche Schlüssel zur bestmöglichen Erhaltung der sicher aufrechten Mobilität zu suchen.

Die hinteren Abschnitte der Bandscheibe L4/L5 sind minimalinvasiv von der Seite her recht gut zugänglich geworden - ohne hierbei den Rückenmarkskanal durchdringen zu müssen. Dies geschieht also "perkutan" unter Bildwandlerkontrolle mit entsprechend dünnen Sonden. Das Ziel: den hinteren Faserring wieder abzudichten, weiteren Druckaufbau in Richtung des Nervenkanals und der Nervenwurzel zu verhindern. Hierzu werden verschiedene physikalisch aktive Sonden wie Ultrahochfrequenzradiofrequenz oder Plasmafeldlaser eingesetzt. Neu hinzu gekommen sind jetzt auch Hydrogel-Sticks, die auch mit biostimulativem Eigenblut PRP oder sogar "Autologen Disc Cells" transferiert werden können.

Jede manuell noch so geschickt durchgeführte minimalinvasiv schonende Intervention an der Bandscheibe sollte aber, wie dies ja auch nach minimalinvasiv durchgeführten Stabilisationen der Kreuzdarmbeinfuge an der inneren Hüfte der Fall ist, von einem besonderen Spezialtraining der sehr wichtigen tiefen Corestabilisatoren, d.h. einer "sensomotorischen Rekonditionierung" begleitet werden. Auch hierüber erfahren Sie - außer den bereits auf dieser Website angebotenen weiteren Informationen - bei einer persönlichen Vorstellung in der Sprechstunde selbstverständlich alle weiteren wichtigen Details.

Lassen Sie möglichst nicht allzu viel Zeit ohne die genaue Diagnose und ohne wirklich gezielte spezielle Therapieoptionen verstreichen. Lassen Sie sich den Sequester oder eben den Bandscheibenvorfall im Kernspin MRT zeigen. Treffen Sie noch möglichst rechtzeitig eine wirklich langfristig orientierte und zielgerichtete Entscheidung.



Hinweis von bandscheibenzentrum.de:
Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!

 


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheiben und Bandscheibenvorfall.

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit einem Bandscheibenvorfall oder Schmerzen in der Bandscheibe ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen beinhaltet Städte wie Ravensburg, Weingarten, Lindau, Tettnang, Friedrichshafen, Markdorf, Meersburg, Überlingen, Sigmaringen, Mengen, Bad Saulgau, Riedlingen, Ehingen, Ulm, Neu-Ulm, Bad Buchau, Biberach, Bad Waldsee, Augsburg, Kempten, Memmingen, Leutkirch, Bad Wurzach, Isny, Wangen, Lindenberg und Scheidegg bis hin zu den Regionen Stuttgart, Freiburg und München.


 

Dr. Peter Sigg

Bandscheibenzentrum Dr. Sigg, Deutschland

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