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ISG Rheuma

Entzündliches Rheuma verursacht besonders intensive Schmerzen im unteren Rücken. Ein ISG-Syndrom durch Rheuma nennt sich im medizinischen Fachbegriff "Sakroiliitis", also eine immunreaktive Entzündung von Kreuzbein Sakrum und Darmbein Ilium. Eine entzündlich rheumatische Sakro-ili-itis muss unbedingt Frühzeit erkannt werden. Wenn im Röntgenbild erst einmal die zerstörerische Wirkung der rheumatischen Entzündung erkennbar wird, ist mit einer der üblichen Schmerztherapien von Rückenschmerzen schon viel zu viel wertvolle Zeit verstrichen.

Die übliche Schmerztherapie von Rückenschmerzen mit Schmerzmitteln und Übungen kann den rheumatischen zerstörerischen (destruierenden) Prozess des Iliosakralgelenkes nicht aufhalten. Außerdem kommt es häufig auch zum Übergreifen des rheumatischen Entzündungsgeschehens auf die übrige Wirbelsäule, seltener auf das Hüftgelenk oder andere Gelenke. Früherkennung von rheumatischen ISG-Syndromen tut not!

Wenn die rheumatische Entzündung mit nächtlich-frühmorgendlichen Schmerzen in Rücken und Hüfte aber doch schon einige Monate Zeit hatte, die Knochenrinde und die verbindenden Faszien der iliosakralen Knochenspalte anzugreifen, sind diese Kontakte und Verbindungen massiv empfindlich und gelockert, mehr noch als bei einer akuten Stauchung oder einer ISG-Blockade. Übungen und Schmerzmittel können diesen Prozess leider nicht verhindern.Bei ISG-Rheuma ist wie bei ISG-Arthrose eine Chirotherapie keine Option, eher sogar kontraindiziert!

Vielmehr müssen neben der internistischen Rheumamedikation zur Beendigung der zerstörerischen immun-rheumatischen Vorgänge im Kreuzdarmbeingelenk (Sakroiliakal- oder Iliosakralgelenk SI-Gelenk resp. IS-Gelenk ISG) gezielte weitere Interventionen geprüft und gegebenenfalls angewendet werden. Voraussetzung ist die gesicherte Diagnose des Rheumaspezialisten mittels Kernspintomografie MRT und Blutwerten aus dem Rheumalabor!

Wir haben in den letzten Jahren ein Netzwerk von Spezialisten zur Diagnose von rheumatischen ISG-Syndromen und zur gezielten medikamentösen Immuntherapie in Verbindung mit gezielten minimalinvasiven Therapien aufgebaut. Neuentwickelte Rheuma-Immuntherapeutika und neu entwickelte minimalinvasive Eingriffe zur Beruhigung und Re-Stabilisierung des Iliosakralgelenkes ergänzen einander. Wichtig bleibt aber die Früherkennung des rheumatischen ISG-Syndroms, seine Unterscheidung von ISG-Instabilität, von ISG-Arthrose und von anderen Fehlentwicklungen rund um das Kreuzbein und das Steissbein wie Faszien- und Piriformissyndrom, Coccygodynie, die sowohl nach einem Unfall, einer Überlastung im Sport, durch Schwangerschaft oder durch zu häufigem langem Sitzen entstehen können. Nur die subtile Diagnostik und die differenzierte Therapie ermöglichen eine wirklich anhaltende Behebung von ISG-Syndromen durch Rheuma, Arthrose und Instabilität mit tiefen Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischias.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.