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Bandscheibenvorfall

Was können die Folgen eines unerkannten Defekts nach einem Bandscheibenvorfall sein? Das Kernspin MRT richtig zu beurteilen - und den Defekt noch rechtzeitig konsequent behandeln lassen...

... sind natürlich die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass möglichst wenige bleibende Schäden entstehen können. Die Schnittbildgebung mit MRT, d.h. MagnetResonanzTomografie zeigt schon eine große Menge an Details, die zur Planung der nächsten gezielten Behandlungsschritte unerlässlich sind. Manchmal hilft Abwarten. Manchmal kann Abwarten aber ein Fehler sein! Ein Fehler, der zu später kaum mehr rückgängig zu machenden Folgen führen kann.

Schäden des Bandscheiben-Faserringes können entweder auf eine Nervenwurzel drücken - oder durch eine örtliche Dauerreizung zur Entzündung der Nervenwurzel mit anschliessender Verklebung und Vernarbung im engen Nervenaustrittskanal führen: ständige oder wechselnde Nervenwurzelschmerzen bis hin zu Lähmungen oder/und Gefühlsaufällen auch unterhalb des Kniegelenkes.

Im weiteren Verlauf nach einer Überdehnung des Bandscheiben-Faserringes kann es aber auch zur zunehmenden Degeneration der Zwischenwirbelscheibe, der so genannten DDD DegenerativeDiscDisease, dem Segmentkollaps mit Instabilität, Gleitwirbel und Arthrose mit Spinalkanalstenose kommen. Orthopäden, Neurochirurgen und Radiologen sehen tagtäglich zunehmend häufiger solche Veränderungen, haben dafür auch Namen wie Osteochondrose, Modic-Changes, Spondylarthrose, Spondylose - aber leider keine wirklich befriedigenden Lösungen mehr zu bieten. Rechtzeitig durchgeführte gezielte Eingriffe an der Bandscheibe
täten also not!

Mit bildgesteuert gezielten Eingriffen, mitunter auch unter direkter endoskopisch optischer Kontrolle an/in der Bandscheibe können bei entsprechenden Schädigungen des Bandscheibenfaserringes und des Bandscheibenkernes örtlich lokale "Reparaturen" durchgeführt werden. Mit verschiedenen Lasern oder/und Radiofrequenzen kann die geschädigte Region des Bandscheiben Kerns wie auch des geschädigten Bandscheiben Faserringes minimalinvasiv örtlich behandelt werden. Die Einbringung verschiedener Substanzen, Stammzellen oder/und Hydrogel-Sticks sind örtliche Optionen, die ebenfalls ohne Narkose in milder Sedierung ambulant durchführbar sind. Nur bei zusätzlichen Risikofaktoren ist - selten - ein kurzer stationärer Aufenthalt zu erwägen.

Die Stellung einer Indikation zu einem minimalinvasiven Eingriff, die Aufklärung über eventuelle Alternativen sowie über Chancen und Risiken bleiben natürlich dem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt vorbehalten. Auch über die je nach Versicherungsart unterschiedlichen Regelungen zu den Behandlungskosten muss natürlich gesprochen werden. Um aber überhaupt abschätzen zu können, ob die defekte Bandscheibe noch mit einer minimalinvasiven Option zu behandeln wäre, sind aktuelle MRT Kernspin-Dateien unverzichtbar. Gerne schaue ich mir - unter Berücksichtigung meiner zeitlichen Ressourcen - Ihre Schnittbilder auch vorab schon einmal an und gebe Ihnen dann meine Einschätzung zu den noch gegebenen örtlich gezielten Behandlungsmöglichkeiten zur Verhinderung eines weiteren Segmentkollaps ab.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.