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Iliosakral-Regeneration

Die Knochenfuge zwischen dem Kreuzbein = Sakrum und dem Darmbein = Ilium ist die Nahtstelle zwischen dem Rücken und dem Bein.

Die Dehnfuge zwischen diesen Beckenknochen wird nicht durch irgendwelche speziellen Muskeln, sondern vor allem durch tiefe Faszien zwischen dem Kreuzbein und dem jeweiligen Darmbein sowie dem Gegendruck aus dem Bauchraum zwischen dem Zwerchfell und dem Beckenboden zusammengehalten.

In den bindegewebigen, unterschiedlich stabilen und elastischen sensiblen Faszien ist auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Rezeptoren als Spannungs-, Druck-, Bewegungs- und Beschleunigungs-Sensoren aktiv. Zusammen mit Mechano-Sensoren in der Knochenrinde und in den Knochenbälkchen des Kreuzbeins und der Darmbeine "orchestrieren" sie das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher myofaszialer und osteoligamentärer Strukturen sowie der komplexeren neurovegetativen Regulationssystem zur harmonisch-dynamischen aufrechten Haltung und Fortbewegung.

Wenn durch eine akute Prellung oder Zerrung, oder/und durch chronische Fehlbelastung wie ständiges Sitzen, oder Bandscheibenschäden in der unteren Lendenwirbelsäule, oder/und durch Alterungsvorgänge des Bindewebes und des Nervensystems, oder/und durch  immunpathogene Leiden wie eine rheumatische Sakroiliitis eine solche überwiegend bindegewebig überbrückte Nahtstelle im unteren Rücken bzw. in der inneren Hüfte überlastet, überfordert und entzündlich überreizt ist, hat das oft ganz erhebliche Auswirkungen auf die weitere Bewegungs- und Lebensfreude!

Schmerzmittel, Entzündungshemmer in Medikamenten wie Diclofenac/Ibuprofen/Cortison können die schmerzhafte Dekompensation in dieser jetzt instabilen Nahtstelle nicht wirklich re-stabilisieren. Die schmerzhaften Verkrampfungen der umliegenden Muskulatur im unteren Rücken und im Gesäß können durch Massage, Wärme, medikamentöse Muskel-Relaxantien gelindert werden - aber auch sie tragen nicht zu einer wirklichen Re-Stabilisierung und Regeneration der iliosakralen Nahtstelle zwischen Rücken und Hüfte/Bein bei.

Die Grundvoraussetzung zur iliosakralen Re-Organisation und Regeneration der gesamten Region bildet ausschliesslich die definitiv  gesicherte Diagnose einer schmerzhaft dekompensierten Kreuzdarmbeinfuge. Diese Diagnose kann zwischenzeitlich durch entsprechende Tests einschliesslich bildgesteuerter diagnostischer Blockaden eindeutig und sicher gestellt werden.

Begleitleiden wie Bandscheibenprolaps, Bandscheibenprotrusion, Gleitwirbel, Spinalstenose oder Arthrose der Hüfte Coxarthrose gilt es bei der anstehenden Iliosakral-Regeneration natürlich stets zu berücksichtigen. Je länger das belastungs- und bewegungsabhängige Iliosakralsyndrom im unteren Rücken - oft mit Ausstrahlungen ins Bein: Piriformis-Ischias - andauert, desto komplexer werden Begleitschäden und desto komplizierter wird eine befriedigende Regenerationsmedizin:

  1. Diagnose der dekompensierten Iliosakral-Instabilität
  2. Diagnose der oft komplexen Begleitschäden im unteren Rücken, im hinteren Becken und in den Hüften

Die Planung und Durchführung gezielter restabilisierender und sensomotorisch rekonditionierender Behandlungsschritte kann also erst danach erfolgen:

  1. Konservative, d.h erhaltende Interventionen an ISG & LWS,  z.B. mit bildgesteuerten Bio-Spritzen, Laser- oder Radiofrequenz-Sonden
  2. Wenn auch solche intensiven und gezielten Maßnahmen nicht mehr ausreichend wirksam sind, ist auch die Indikation zu einer inimalinvasiven bildgesteuerten Iliosakral-Fusion zu prüfen. 

Sowohl nach den bildgesteuerten biostimulativ stabilisierenden Interventionen, wie auch nach den bildgesteuerten minimalinvasiv chirurgischen Fusionen des Kreuzdarmbein-"Gelenks", sollte die dann noch bestmögliche Wiederherstellung der "orchestrierenden Funktion" des Kreuzbeins im unteren Rücken wieder angestrebt werden. Eine solche "Iliosakral-Regeneration" erfolgt heute zunehmend durch ein entsprechendes physikalisches rehabilitatives Training der verschiedenen Rezeptoren/Sensoren und der neurovegetativen Stabilisationssysteme des unteren Rückens und der inneren Hüfte. Mehr zu diesen noch neuen gezielten biointerventionellen regenerationsmedizinischen und anschliessenden biophysikalischen sensomotorisch rehabilitativen Methoden für die LWS und das ISG erfahren Sie bald auch in meinen nächsten News.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.