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L4/5 mit Sequester

Obwohl ich in den vergangenen Wochen ganz überwiegend mit der Erkennung und Therapie schmerzhaft instabiler Kreuzdarmbeingelenke beschäftigt war, sind plötzlich auch eine große Zahl besonders stark ausgeprägter Bandscheibenschäden zur Behandlung gekommen. Besonders stark ausgeprägt soll heißen, daß der Bandscheibenfaserring so stark aufgeplatzt war, daß eine größere Menge an Bandscheibenkerngewebe in den Rückenmarkskanal ausgetreten (`sequestriert`) ist.

Die schmerzhaften Symptome waren sehr ähnlich wie die einer starken Iliosakralblockade - und einige waren auch entsprechend behandelt worden: Schmerzmittel, Gymnastik, etc...

Im Kernspin MRT konnten dann die Sequester, d.h. das Bandscheibengewebe im epiduralen Bindegewebsschlauch des Spinalkanals zum Teil auch nach oben, also kopfwärts ausgetreten, nachgewiesen werden. Es wurde nur wenig Druck auf eine Nervenwurzel, aber eine starke örtliche Reizung der feinen bindegewebigen epiduralen Rückenmarkshüllen provoziert. Jede Bewegung im Rücken war massivst schmerzhaft geworden.

Durch gezielte, minimalinvasiv schonende Biointerventionen können solche massivst schmerzhafte Reizzustände, hervorgerufen durch BSV-Sequester, schnell zum Abklingen gebracht werden und nur sehr, sehr selten ist bei fehlenden Nervenausfallserscheinungen ein operativer Eingriff, also eine Bandscheiben OP, erforderlich.

Die Verhinderung von Folgeschäden wie Kollaps des Bandscheibenfaches, instabiler Lendenwirbel L4 mit Arthrose der Wirbelgelenke L4/5 und später eventuell sogar ein enger Wirbelkanal Spinalkanalstenose L4/5 kann dann weitere regenerationsmedizinische Maßnahmen erforderlich werden lassen.

Genauer Hinsehen lohnt sich, jeder Einzelfall muß individuell abgeklärt werden und es muß nach einer individuell bestmöglich angemessenen Strategie weiter vorgegangen werden!

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.