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Wann OP?

Prolaps/Protrusion? Operation? Oder doch noch Biospritzen, z.B. mit Eigenblut PRP (ACP)?  

Für Viele - oft noch im besten Alter, körperlich fit  und aktiv - stellt sich die Frage, ob für ihren im Kernspin (MRT) nachgewiesenen Bandscheibenvorfall im unteren Rücken eine Operation wirklich schon notwendig ist. Die übliche "konservative" Therapie mit Schmerzmitteln, Entzündungshemmern wie Kortison, aber auch Physiotherapie und Osteopathie, hat bei denjenigen Patientinnen und Patienten, die sich schließlich in meiner Spezial-Sprechstunde mit einem im MRT dokumentierten Bandscheibenvorfall (z.B. bei L4/L5) vorstellen, keinen befriedigenden Erfolg gezeigt.

Ein "Wundermittel" oder eine  "Wunderübung", um durch einen Prolaps oder eine Protrusion verursachte in den Ischias ausstrahlende Rückenschmerzen dauerhaft zu beseitigen, gibt es natürlich nicht...! 

Andererseits ist selbst nach einer Operation, d.h. einer chirurgischen Entfernung von Bandscheibengewebe aus dem Spinalkanal das Risiko von trotzdem weiter bestehenden oder gar anderer, neuer Rückenschmerzen mit oder ohne Ausstrahlungen in den Ischias nicht immer ganz sicher auszuschliessen. Deshalb stellt sich zunächst die Frage, ob bei fehlenden Lähmungserscheinungen die so genannte  "konservative Therapie" des mittels eines MRT gesicherten Bandscheibenvorfalls nur mit Medikamenten und Physiotherapie schon die ultima Ratio, also der Weisheit letzter Schluss war.

Einen Bandscheibenvorfall kann eine örtliche Reizung im bindegewebig ausgekleideten Spinalkanal (Rückenmarkskanal) verursachen. Und diese Reizung kann natürlich auch auf die vorbei ziehende Nervenwurzel des Ischiasnerven übergreifen. Eine gezielte" Periradikulärttherapie PRT" mit Einbringung von Biosubstanzen durch das betroffene Nervenaustrittsloch kann eine solche Reizung oft schon recht gut örtlich nachhaltig beseitigen oder zumindest lindern. Bei den größeren Bandscheibenvorfällen im Spinalkanal, evtl. sogar bei einem vollständig geplatzten Bandscheibenfaserring mit freiem Sequester, helfen dagegen eher sogenannte "Kaudalblöcke" als gezielte Neuraltherapie - oder eben auch "Kaudalblöcke" mit bestimmten naturheilkundlich bewährten Substanzen - mittels Injektionen/Infiltrationen durch die Kreuzbeinöffnung am unteren Ende des Rückenmarkskanals.

Nach chirurgischer OP mit Entfernung des Bandscheibenvorfalls aus dem bindegewebig ausgekleideten Spinalkanals kommt es manchmal ebenfalls zu überschiessenden Reaktionen und Narbenbildungen, aber auch zu erneuten Bandscheibenkernvorfällen durch die entstandene Lücke im Faserring.

Deshalb kann sich der Versuch, vor einer Operation die örtliche Reizung noch einmal mit solchen bildgesteuerten Spritzen zu beheben, durchaus lohnen. Und so auch das Risiko einer durch die länger anhaltende Reizung drohenden narbigen Verwachsung der Nervenwurzel im bindegewebig ausgekleideten Spinalkanal minimieren.

Cortison zeigt bei wiederholten Injektionen/Infiltrationen/Einspritzungen nicht selten auch örtlich nachteilige, gewebsschwächende Wirkungen. Deshalb werden außer der Neuraltherapie mit Lidocain etc.  auch naturheilkundlich bewährte Substanzen bildgesteuert verwendet ("off-Label-use"!). Besonders viel versprechend haben sich in den letzten Jahren bildgesteuerte "Biospritzen" mit aus dem Eigenblut der/des Betroffenen gewonnenen, an (Blut-)Plättchen/Platelets und Plasmafaktoren reichen,  "PRP-Spritzen". Diese bildgesteuerten PRP-Eigenblutspritzen können auch nach einer möglichst schonend durchgeführten OP im Spinalkanal - sowohl nach einem Bandscheibenvorfall mit starken Nervenausfällen, wie auch nach einer Spinalkanalstenose-Dekompression - zur beschleunigten inneren Wundheilung im Rückenmarkskanal eingesetzt  werden. Dies selbstverständlich immer in Rücksprache mit dem Neurochirurgen oder Orthopädiechirurgen und selbstverständlich auch mit einer gleichzeitigen speziell adaptierten und kontrollierten sensomotorischen Restabilisation von innerer Hüfte und unterem Rücken: 4D-Training, evtl. myofasziale und endolymphatische Physikalische Therapien incl. ESWT.

Bei unzureichendem Ansprechen der üblichen konservativen Therapien - also der traditionellen konservativen Pharma- & Physiotherapie - bei einem im Kernspin sicher nachgewiesenen Bandscheibenvorfall sollte natürlich stets auch das Iliosakralgelenk ISG mit abgeklärt und eventuell ebenfalls mit den neuen Optionen intensiviert gezielt mit behandelt werden! Man schätzt heute, dass etwa 1/4 bis 1/3 der Schmerzen im unteren Rücken und im Ischiasnerven (Piriformissyndrom!) durch das Kreuzdarmbeingelenk (zumindest mit-) verursacht werden. Bandscheibenschäden und Dekompensationen der iliosakralen Knochenspalte sind eng miteinander gekoppelt. Mit "iliosakralspezialist.de" habe ich seit zwei Jahren darüber zu informieren begonnen und in meinen Sprechstunden in der Seestraße auch die sehr spezialisierte iliosakrale Diagnostik, sowie natürlich auch eine Reihe von gezielten, biologisch regenerationsmedizinische Therapieoptionen für das Kreuzdarmbeingelenk, das Steißbein, die tiefen inneren Faszien und die Corestabilisatoren Psoas und Piriformis mit integriert.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.