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Die Bandscheibenprotrusion L4/L5 und das ISG-Syndrom sind eine sehr häufige Kombination!  

Eine Bandscheibenprotrusion - also eine Überdehnung des Bandscheibenfaserringes der Bandscheibe auf breiter Basis nach hinten in den Spinalkanal hinein -  ist eine besonders häufige Ursache von Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte und bei "Ischias". Eine Bandscheibenvorwölbung findet man in einem Kernspin MRT besonders häufig zwischen dem vierten und dem fünften Lendenwirbel. 

Die Symptome einer Protrusion sind fast identisch mit denjenigen eines schmerzhaften ISG-Syndroms, also einer Reizung der Kreuzdarmbeinfuge durch eine iliosakrale tiefe Fasziendekompensation und eines Wirbelfacettensyndroms L4/L5 und L5/S1, also tief sitzenden Rückenschmerzen (Lumbalgie) und Schmerzen im Bereich der Hüfte, des Hüftgelenkes selbst. Schmerzen beim Sitzen und Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, oft auch beim Aufstehen aus dem Stuhl, Sessel, Sofa, Bett.

Die Symptome Iliosakralgelenk/ISG-Syndrom und Bandscheibenprotrusion L4/L5 sind sich deswegen so ähnlich bis identisch, weil das ISG und L4/L5 auch anatomisch extrem eng beeinander liegen, biologisch funktionell aneinander gekoppelt sind und sich wechselseitig beeinflussen: das ISG-/Iliosakralgelenk, die Bandscheibe L4/L5 auch die Bandscheibe L5/S1 sind anatomisch und funktionell ein einheitlicher Komplex. Eine schmerzhafte Bandscheibenvorwölbung L4/L5 = Diskusprotrusion L4/L5 sowie eine schmerzhafte tiefe iliosakrale ISG-Faszienüberlastung = Iliosakral- oder ISG-Syndrom sind auf die ganz besonders große gemeinsame, kombinierte Belastung der komplexen inneren Iliosakralfaszien und des  Bandscheibenfaserringes zwischen dem 4ten und dem 5ten Lendenwirbel zurückzuführen. Und eigentlich kein belangloser Zufallsbefund, sondern eine möglichst aufmerksam im Auge zu behaltende oft rasch zunehmend degenerativ dekompensierende Veränderung, bei der neben der Fehlbelastung im Sitzen am PC auch Streß-/Immunfaktoren schon früh sich ständig steigernde Auswirkungen zeigen können.

Schmerzhaften innere Muskelverkrampfungen im unteren Rücken und in der Hüfte sind Folge - und nicht die wirkliche Ursache - dieser inneren Reizzustände der Bandscheiben und der Iliosakralgelenke ISG. Die so häufige Missachtung dieser eigentlichen inneren Vorgänge bei tiefen unteren Rückenschmerzen führt immer noch fast regelhaft in die definitive, nur noch sehr schwer behandelbare schmerzhafte Chronifizierung der Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen über die Hüfte und in den Ischias.

Deshalb: Faszienrollen, Dehnübungen und Muskelenspannungsmittel sowie Schmerzmittel dämpfen zwar oft die Symptome einer Bandscheibendegeneration und Iliosakralfaszienreizung, beheben die eigentlichen Ursachen aber nicht wirklich. Auch die muskuläre "Blockade" zu überwinden, das Gelenk zu "deblockieren", den reaktiv schmerzhaften Muskel irgendwie zu detonisieren führt häufig sogar direkt in eine fatale Chronifizierungsspirale. Der oft beschworen reine Muskelkraftaufbau ist bei inneren Reizzuständen des Bandscheibenfaserringes der Bandscheibe selbst und der Iliosakralfaszien eine Aufgabe, an der sich schon viele sehr leidvoll aber vergeblich versucht haben. Schon eher hilfreich ist die Förderung der sensomotorischen inneren Corestability, der neurovegetativen Spannungskontrolle auch  in Kombination mit gezielten biostimulativen Interventionen an der Bandscheibe und in der iliosakralen Knochenspalte, also der gezielten Bioregeneration der inneren Spinalfaszien.

Die Diagnostik und die Therapie dieser schmerzhaften Problematik erfordern viel Erfahrung. Viel zu viele Patient*innen mit dem Symptom ständiger oder häufig wiederkehrender Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte, aber auch mit "Ischias", landen allerdings immer noch in der falschen Schublade, werden nach Schema X mit Rezepten für Medikamente und Physiotherapie ("Übungen") ohne vorausgehende exakte Struktur-Analyse mehr-oder-weniger schnell abgefertigt. Dabei verstreicht dann oft auch das therapeutisch noch sinnvolle Zeitfenster für minimalinvasive Interventionen für diese inneren Strukturen, für bioregenerativ wirklich nachhaltige therapeutisch gezielte Optionen.

Was aber nützt natürlich eine Kernspintomografie, wenn darin nur nach einem Bandscheibenvorfall Prolaps gesucht wird? Und wenn alle Rückenschmerzen ohne einem Prolaps nur den Reflex "also keine OP" auslösen und wenn sämtliche untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischias in die unendliche Verordnung von "Übungen" und "Schmerztherapie" münden?! Das heißt, dass wer erst einmal in der Schublade "Rücken = Übungen", "Rücken = Schlucken" gelandet ist, nur zu häufig dann irgendwann auch noch in der Schublade "Rücken = OP" landet: weil eine Protrusion, ein Prolaps, eine Lendenwirbelsäulen- und Kreuzdardarmbeinarthrose, eine ISG- und Segmentinstabilität zur Spinalkanalstenose schließlich zur ISG- und Wirbelversteifung Spondylodese mit nicht lange anhaltendem Erfolg geführt hat.

Neue regenerative minimalinvasive Interventionen und differenzierte therapeutische Strategien für die Bandscheibe und das Iliosakralgelenk müssen allerdings noch/schon möglichst rechtzeitig erfolgen:

denn "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"!

Es freut mich deshalb sehr, dass neue differenzierte Konzepte immer mehr Akzeptanz finden, dass das Schubladendenken vieler Ärzte und Physios allmählich immer weniger akzeptiert wird und selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Studie "Die 100 besten Ärzte in Deutschland" diesen speziellen, immer breiter eingeforderten Trend zur individualisierten, gezielten,  rechtzeitigen Therapie bei Hüftschmerzen erkannt und entsprechend positiv bewertet hat.

Der 5te Lendenwirbel ist über feste innere Faszien sehr stabil mit den beiden Darmbeinen (Beckenschaufeln) verbunden. Die Bandscheibe L5/S1 ist deswegen wesentlich weniger als die auch deutlich voluminösere Bandscheibe L4/L5 Dreh- und Schwerkräften ausgesetzt. Die Bandscheibe L4/L5 ist also die am meisten geforderte/überforderte Bandscheibe im unteren Rücken. Häufig bestehen bei einem Bandscheibenschaden L4/L5 gleichzeitig auch weitere Pathologien des unteren Rückens wie etwa ein Iliosakralgelenksüberlastungs-/ISG- oder/und ein Wirbelgelenks-/Facettensyndrom.

Die Symptome einer Diskusprotrusion L4/L5 - vereinfacht "Protrusion L4/L5" oder "Bandscheibenvorwölbung L4/L5" - sind sehr unterschiedlich: Schmerzen im unteren Rücken oder/und in der Hüfte. Selten können sie auch bis in den Fuß ausstrahlen. Entwickeln sich bei einer Protrusion allerdings sogar zunehmende Lähmungen oder/und Gefühlsausfälle, sollte zügig - eventuell frühzeitig - mittels eines erneuten MRTs die (erneute rechtzeitige) weitere Bandscheiben-Analyse erfolgen. Denn aus jeder Bandscheiben- Protrusion (Faserringüberdehnung) kann sich auch ein Bandscheiben- Prolaps, also ein "richtiger" Bandscheibenvorfall bis hin zum Bandscheiben- Sequester L4/L5 entwickeln. Und dadurch auch die Iliosakralgelenke und die Wirbelgelenkefacetten zusätzlich weiter massiv schmerzhaft dekompensieren.

Bandscheiben-  Protrusionen L4/L5 sollten also durchaus im Auge behalten werden und nicht durch falsche Dehnungen etc. zusätzlich gestresst noch vollständig zum Bandscheibenvorfall L4/L5 bis hin zum Bandscheiben- Sequester führen. Sie sind Zeichen einer nur im MRT erkennbaren sichtbaren Bandscheiben-Degeneration und -Dekompensation, entwickeln sich häufig auf dem Boden einer genetischen Veranlagung sowie durch eine ungute Lebensweise (Sitzen, Streß/Sympathikotonus und Adipositas!), aber eben auch gemeinsam mit iliosakralen/ISG- Dekompensationen.

Die gestörte Funktion der überlasteten tiefen, inneren Faszien um das Kreuzbein und um die unteren Lendenwirbel mit  einer entsprechend mangelnder Stabilisierung des Kreuzbeins und der unteren Lendenwirbel ist heute die Hauptursache von spezifischen Schmerzen im unteren Rücken und im Bereich der inneren/iliosakralen Hüfte - mit Auswirkungen auf das Hüftgelenk selbst und auf den Ischiasnerven.

Zur tatsächlichen Bandscheibenregeneration von Dehnungen und Manipulationen durch Physiotherapie, Osteopathie und Gymnastik bei Prolaps, Protrusion oder Osteochondrose der Bandscheibe gibt es keine wirklich streng wissenschaftlich dokumentierte Signifikanz. Vielleicht kaschieren Übungen auch nur die Symptome also die reaktiven tiefen Muskelverspannungen? Bei einem ständig fortschreitenden schlußendlichen Segmentkollaps mit Spinalkanalstenose ist aber irgendwann ein Zustand erreicht, bei dem vielleicht sogar eine eingreifendere chirurgisch operative "Therapie" unumgänglich geworden ist. Dann geht es nicht mehr "nur" um Schmerzen, sondern um die selbständige, aufrechte Gehfähigkeit, um den Erhalt der aufrechten, sicheren Mobilität. Protrusion/Prolaps ziehen, so wird zunehmend erkannt, oft auch eine Entzündung der Bandscheibe am Übergang zu den angrenzenden Wirbelknochen nach sich. Diese "Modic-Changes," also entzündlich aktivierte Osteochondrosen L4/L5 sowie L5/S1 rücken zunehmend in das Blickfeld der Wirbelsäulenforschung und sind Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussionen über die tatsächlich adäquaten Leitlinien.

Durch Druck, vor allem aber durch eine örtlich reaktive Überreizung im sensiblen Bindegewebe des epiduralen Spinalkanals (Spinalfaszien) können entzündliche Schmerzen im Innern der Lendenwirbelsäulenkanals, im lumbalen Spinalkanal entstehen. Durch Dauerreizung entstehende Dauerschäden im Innern der Lendenwirbelsäule, also im Spinalkanal, sollten schon/noch rechtzeitig - gezielt bildgesteuert - mit speziellen Substanzen ursächlich minimalinvasiv intervenierend behandelt werden.

Fortschreitenden epiduralen Faszienverklebungen und Faszienvernarbungen im Spinalkanal selbst sollte möglichst auch noch vor dem Entstehen einer "multimodalen Schmerzkrankeit" des unteren Rückens entgegengetreten werden.

Vor allem sollte auch einer Spinalkanalstenose mit einer zunehmend einschränkenden Gangunsicherheit "Claudicatio spinalis" gezielt entgegengewirkt werden!

Immer häufiger werden international hierzu neben den mehr-oder-weniger bekannten Biosubstanzen aus der Komplementärmedizin auch die bioregenerativen Effekte von aus dem Eigenblut der Patient*innen jeweils frisch gewonnenem PRP (Platelet Rich Plasma, Plättchen Reichem Plasma) sowohl im Spinalkanal, wie auch in der Bandscheibe und dem Iliosakralgelenk verwendet.

Die besten Effekte lassen sich natürlich noch erzielen, wenn - ggf. mehrfach wiederholt - noch kein Endzustand erreicht ist, also nicht bei einer schon absoluten arthrotischen Spinalkanalstenose z.B. der Etage L4/L5, sondern bei einem schon/noch rechtzeitigen Einsatz! Früherkennung, gezielte Interventionen und konsequent adaptierte Strategien die aufrechte, sichere Mobilität auch von Seiten der Lendenwirbelsäule und der Iliosakral-/Kreuzdarmbeingelenke noch bis weit in das hohe Alter ermöglichen!

Noch gibt es keinen "Rücken- und Hüft-TÜV", aber rechtzeitige Analysen, gezielte Interventionen und therapeutische Strategien!

Kernspin der Bandscheibe - Video

Schmerzen im unteren Rücken sind nicht immer nur auf eine vielleicht tatsächlich zu schwache Rücken-& Bauch-Muskulatur oder einen verklemmten Wirbel zurückzuführen. Schmerzhafte Überreizungen können auch aus dem Rückenmarkskanal kommen. Eine gut analysierte Kernspintomographie ist, um eine verlässliche und weiterführende Diagnose zu erstellen, unabdingbar. Häufig sind mit einander "verkettete" innere Ursachen wie eine Bänderschwäche um das ISG im Becken, ein Reizzustand der Wirbelgelenke, etc., zu erkennen und dann jeweils möglichst gezielt therapeutisch auch bioregenerativ anzugehen.
 

Die Diagnose erfolgt heute über die Magnetresonanz- oder Kernspintomografie MRT und nur noch sehr selten selten, z.B. bei einer Klaustrophobie oder bei magnetischen Implantaten im Körper, auch über eine Computertomografie CT.

Die Abklärung einer weiter zunehmenden Vorwölbung der Bandscheibe, einer Protrusions -Zunahme im Stehen, kann auch durch das dynamische Upright-MR vorgenommen werden (s.u.). Auch die bildgesteuerte Diskografie / Diskus-Stimulation wenn gleich mehrere Protrusionen  Bandscheibenvorwölbungen oder sogar Prolabierungen Bandscheibenvorfälle auf verschiedenen Etagen mit Nervenwurzelreizungen (Radikulitis) vorliegen, wird zur Planung einer möglichst gezielten Therapie propagiert.

Wie der Bandscheiben-Vorfall = Prolaps ist die Bandscheiben-Vorwölbung = Protrusion besonders häufig in der Etage bei L4/L5 zwischen dem 4. und dem 5. Lendenwirbel festzustellen. Die Bandscheibe zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel ist durch die exponierte anatomische Lage des vierten Lendenwirbels über dem im Beckenring fest verankerten fünften Lendenwirbel am Kreuzbein und der inneren iliosakralen Hüfte ISG die am meisten beanspruchte Bandscheibe. Die Bandscheibe unter dem Lendenwirbel L5, der Diskus L5/S1 liegt dagegen direkt über dem oberen Kreuzbeinwirbel Sakrumwirbel S1 und ist mit dem Kreuzbein wesentlich stabiler in die tiefen iliosakralen und iliolumbalen Faszien integriert, d.h. mechanisch bei Fehlbewegungen weniger überbeansprucht.

Der bindegewebige "Spezialfaszie Bandscheibe L4/L5" mit ihrem stark beanspruchten äußeren Bandscheibenring ist - wie speziell auch das Bindegewebe des Iliosakralgelenkes ISG - durch unseren heutigen Lifestyle erheblichen anhaltenden Fehlbelastungen und Überlastungen ausgesetzt. Die kollagenen Fasern können durch vieles Sitzen, mangelnde Stimulation, aber auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Kollagen-Gifte wie Nikotin sowie durch individuelle genetische Faktoren so schwach ausgebildet sein, dass sie schon bei Gelegenheitsursachen wie einer Fehlbewegung mit einem geringfügigen Verheben feine Risse erhält. Schon ein kleiner Riss kann sehr weh tun. Im Kernspin zeigen sich solche kleinen Risse als HIZ = Hyper Intense Zonen. Schlimmer sind die Schmerzen aber meist dann, wenn das weniger feste innere Bandscheibenkerngewebe (Nukleus pulposus) in den bindegewebigen, mit zarten empfindlichen Faszien ausgekleideten  Spinalkanal hineinsickert und dieser Bandscheibenkern Sequester zu einer reaktiven örtlichen Gewebsentzündung im epiduralen Spinalkanal führt: es geht also nicht immer nur um einen womöglichen Druck auf eine oder mehrere Nervenwurzeln. 

Durch die Überdehnung, die örtliche Faserring-Reizung und oft auch das Übergreifen der Reizung mit Schwellung und auf die jeweilige vorbeiziehende Nervenwurzel können Nervenentzündungen entstehen. Die Radikulopathie oder Radikulitis bei einer Protrusion L4/L5 betrifft die linke oder rechte Nervenwurzel L4, etwas seltener die Nervenwurzel L5 und noch seltener die Nervenwurzel S1. Auch kombinierte radikuläre Reizungen L4, L5 und S1 sind möglich.

Häufig findet sich in der Vorgeschichte einer Bandscheibenprotrusion gerade auch zwischen L4 und L5 eine wiederkehrend rezidivierende Blockade des Kreuzbeins durch instabile, insuffiziente iliosakrale Faszien der iliosakralen inneren Hüfte. Die gereizten Knochenrinden (Enthesen) des ISG führen können über einen reaktiven spastischen Muskelkrampf des birnenförmigen Piriformis ebenfalls zum Ischiassyndrom durch den Pirifomismuskel, zum Piriformissyndrom, führen. Es kann dann die Radikulärsymptomatik durch die Diskusprotrusion oder Diskusprolaps bei L4/L5 oder auch L5/S1 überlagern. Ständige Manipulationen am ISG und am Piriformis führen leider nicht selten zur Chronifizierung der Problematik: den Piriformis und das Iliosakralgelenk also bitte nicht ständig immer weiter maltraitieren...!

Das Kreuzbein Sakrum, die Bandscheiben L5/S1 und L4/L5 bilden zusammen mit den iliosakralen Faszien, den tiefen Corestabilisatoren Ilio- Psoas und Piriformis einen eng verwobenen, sensomotorisch aktiv und passiv stabilisierenden Funktionskomplex. Und in diesem ist eben gerade auch der Diskus L4/L5 eine besondere Schwachstelle mit den dann besonders häufigen Protrusionen und Prolabierungen. Auch hier sind die bildgesteuerten gezielten Applikationen von aus dem Patienten - Eigenblut gewonnenem Plättchen Reichen Plasma / Eigenblut / PRP immer häufiger eine bioregenerative, natürliche therapeutische Option. Wichtig ist bildgersteuert gezielte Applikation auch des Eigenblutes nach vorausgegangener gezielter Test-Infiltration. Die jetzt auch mögliche Spiegelung des Spinalkanals (Epiduroskopie) mit kleinsten präzise steuerbaren Systemen dürfte sicher noch einen weiteren gewaltigen Fortschritt in der gezielten bioregenerativen Eigenblut - PRP - Therapie von durch dekompensierende Bandscheiben entstehende Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte bewirken.

Das Kernspin MRT wird auch für die Untersuchung des unteren Rückens in Rückenlage angefertigt. Sich vorwölbende Protrusionen von Bandscheibenringen durch den Druck der Oberkörpers im aufrechten Stehen sind so nicht nachweisbar. Spezielle Kernspintomografien mit Untersuchung der Situation im Stehen sind nur an wenigen Orten verfügbar und stellen meistens keine Kassenleistung dar. Die Unterschiede einer Bandscheibenvorwölbung z.B. L4/L5 im Liegen und im Stehen sind aber oft eklatant. Vor allem auch bei Nervenreizerscheinungen ist deshalb bei den so genannten Radikulopathien (Radix=Wurzel, Pathos=Leiden) die Diskografie oder Diskusstimulation in der Diskussion und weiteren Erprobung. Eine Disc-Stimulation der verdächtigten Bandscheiben wird unter elektronisch verstärkter bildgebender Durchleuchtung, evtl. auch Computertomografie CT, mit einer nur sehr geringen Menge eines Röntenkontrastmittels durchgeführt. Sie ermöglicht gerade auch bei gleichzeitig mehreren gleichzeitigen Diskusprotrusionen im MRT einige grundlegend wichtige Aussagen:

  • Kommt es bei der Injektion zum Beispiel zu einer typischen Schmerzverstärkung örtlich oder/und im Ausbreitungsgebiet der Nervenwurzel, einem Memory-Pain?
  • Zeigt sich ein Austritt von Kontrastmittel in den epiduralen Spinalkanal?
  • Zeigt sich eine besondere Verteilung des Kontrastmittels in der Bandscheibe: eine innere Bandscheibenzermürbung/Diskusdegeneration, also Diskose und/oder Osteochondrose?
  • Günstig ist die daran anschliessende Durchführung einer Computertomografie CT:
  • sie demonstriert die räumliche Ausbreitung des Kontrastmittels in der untersuchten Bandscheibe sowie erlaubt sie Klärung, ob es sich um eine geschlossene oder partiell eingerissenen Protrusion handelt.

Die Diskografie/Diskusstimulation erfolgt natürlich immer erst nach einer ausführlichen und eingehenden Beratung über die zu erwartenden therapeutischen Konsequenzen, die mit ihr verbundenen Risiken und weit überwiegend ambulant in einer nur oberflächlichen "Halb-Narkose", also einem Dämmerschlaf wie beim Zahnarzt oder bei einer endoskopischen Spiegelung.

Auch sie kann im gegebenenfalls mit der Injektion von Biosubstanzen, vor allem Eigenblut PRP und - wegen der möglichen latenten Aktivität von speziellen Erregern in der Grenzschicht zwischen der Bandscheibe und dem Lendenwirbel (Modic-Changes) - auch mit einem örtlichen Antibiotikum kombiniert werden:

Bei einem bandscheibenbedingten Reizzustand durch Prolaps oder Protrusion oder auch Osteochondrose Modic des epiduralen Bindegewebsschlauches im Rückenmarkskanal/Spinalkanal kann an die Protrusion oder den Prolaps ein örtlich abschwellendes Präparat gezielt unter Sicht in den epiduralen Spinalkanal eingebracht werden: nicht nur Kortison, sondern auch biologische Substanzen aus der Naturheilkunde und vor allem die Eigenblutspritze PRP  "Off-Label-Use", über deren Effekte endlich auch in der wissenschaftlich begründeten Medizin/Forschung zur Therapie von Bandscheiben bei Prolaps, Protrusion sowie der Arthrose / Spinalkanalstenose im unteren Rücken immer mehr positive Erfahrungen und Erkenntnisse vorliegen.

Aus einer Bandscheibenvorwölbung Diskus-Protrusion kann sich im weiteren Verlauf also schließlich auch ein größerer Bandscheibenvorfall Diskus-Prolaps mit weiterem Hervorquellen der Bandscheibe in den Spinalkanal  entwickeln. Solche Nukleus pulposus Vorfälle, vielleicht sogar mit Ausbildung eines frei im bindegewebig ausgekleideten Spinalkanal liegenden "Sequesters", gilt es bestmöglich noch rechtzeitig zu verhindern. Einerseits wegen der Konsequenzen für die Nervenwurzelstränge im Rückenmarkskanal durch Druck und örtliche Entzündung, andererseits aber auch wegen der Konsequenzen aus der danach fehlenden Diskus-Substanz mit zunehmender Instabilität / Gleitwirbelbildung L4 auf L5 - und schließlich eventuell der zunehmenden Spinalkanalstenose, einer Verengung ( = Stenose) des Rückenmarkskanals mit Beinschwäche, Gangunsicherheit etc. durch die Verklebungen, Vernarbungen und Einschnürungen der durchziehenden Rückenmarksnerven. Auch gibt es zwar neue minimalinvasive endoskopische Therapien zur Dekompression des Rückenmarkskanals, doch sind rechtzeitige Biointerventionen (vgl. Epiduroskopie und gezielt platzierte Eigenbluttherapie PRP!) eine - rechtzeitig durchzuführende! - Alternative. 

Um Druck auf und die örtliche Gewebsentzündung um die Nervenwurzeln rasch zu beseitigen, muss nicht immer gleich eine große Bandscheiben-OP wegen des im MRT analysierten Prolaps` oder der Protrusion erfolgen. Neue endoskopische minimalinvasive Eingriffe hinterlassen natürlich viel weniger Schäden / Narben:

Eine Bandscheiben-Protrusion oder Nukleus-Pulposus-Protrusion NPP L4/L5 sollte wie ein Bandscheiben-Prolaps oder Nukleus-Pulposus-Prolaps NPP L4/L5 künftig wohl doch bestmöglich sehr differenziert beurteilt und dann natürlich auch entsprechend gezielt/ursächlich behandelt. Die reine örtliche Gewebsreizung im Spinalkanal wird durch eine OP selten das gewünschte OP-Ergebnis zeigen! Wie bereits oben erwähnt, stehen heute auch biologisch stimulierende bioregenerative gezielte Interventionen mit PRP / Blutplättchen aus jeweils frischem Eigenblut immer mehr im Focus.

Physiotherapie, Kraftaufbau? Zur Förderung der segmentalen Stabilität der Lendenwirbel sowie des Kreuzbeins im Iliosakralgelenk ISG stehen immer mehr nicht nur (Über-) Dehnungen und Muskelkraftaufbau, sondern durch ein "sensomotorisch rehabilitatives spezielles Trainingsprogramm" zur Koordination der Coremuskeln zur Verfügung . Neue alternative sensomotorisch schulende Konzepte wie das 4D-Training haben in Ergänzung zu den gezielten bioregenerativen Interventionen (PRP) bereits sehr gute Ergebnisse zu zeigen begonnen.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.