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Rücken & Bandscheibe

Rückenschmerzen und "Rücken" sind vage Begriffe, die weder die genauere Anatomie noch die spezifischen Ursachen umfassen.  Ausgehend vom Kreuzbein bis hoch zur Halswirbelsäule existieren insgesamt 23 Zwischenwirbel- oder Bandscheiben. Speziell die zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel liegende Bandscheibe L4/L5 ist wegen ihrer speziellen Lage und Belastung besonders häufig von einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion oder sogar einem Bandscheibenvorfall Protrusion und sowie degenerativen Bandscheibenveränderungen wie einer Diskose oder Osteochondrose betroffen.

Verschwindend gering ist die Zahl von Bandscheibenvorfällen im Bereich der Brustwirbelsäule, dem sogenannten thorakalen Wirbelsäulenabschnitt. Bandscheibenschäden der Halswirbelsäule HWS finden sich meist zwischen dem 5. und 6. (C5/C6) weniger auch zwischen dem 4. und 5. Halswirbel C4/C5.  Sie sind seltener als Bandscheibenvorfälle der Lendwirbelsäule, wegen ihrer oft besonders schwerwiegenden Folgen aber besonders zu beachten. bandscheibenzentrum.de hat sich auf die häufigen Bandscheibenvorfälle der LWS focussiert.

Bei Bandscheibenschäden der HWS (und BWS) kenne ich mich weniger gut aus. Ich habe mich auf die Diagnostik, Interventions- und Rehabiltationsmedizin der Rumpfaufrichtung und des aufrechten Gehens, d.h. des unteren Rückens und der inneren Hüfte spezialisiert.  Symptomatische, neurologische Symptome verursachende, cervicale Diskopathien der Hals- und der Brustwirbelsäule sind deshalb z.B. in der Neurologie & Neurochirurgie besser als bei mir aufgehoben.

Diskogene, durch Bandscheiben bedingte Rückenschmerzen können zu unterschiedlich intensiven, tief sitzenden Kreuzschmerzen führen. Die sehr stark entwickelte tiefe Rückenfaszie einschließlich der besonders kräftigen Iliosakralfaszie kann dadurch häufig in Mitleidenschaft gezogen werden.

Tief sitzende, vor allem auch nächtlich quälende Rückenschmerzen finden sich speziell auch in der Rheumatologie. Das entzündliche Rheuma des Rückens nennt sich nach dem russischen Erstbeschreiber oft Morbus Bechterew. Durch wiederkehrende Entzündungsschübe kann es bei diesem Rheuma zu Verknöcherung der gesamten Wirbelsäule und der Kreuzdarmbeingelenke kommen: der ankylosierenden Spondylarthritis und Sakroiliitis, häufig begleitet von einem sehr schweren Knochenschwund Osteoporose.

Weitere entzündliche rheumatische Leiden finden sich bei Erkrankungen der Eingeweide, der Haut (Psoriasis/Schuppenflechte). Auch sie sind mittlerweile speziellen internistischen Therapien mit Biologicals sehr gut zugänglich geworden. Beim Faszienrheuma, früher auch als  „Weichteilrheuma“ bezeichnet,  gehen die Erklärungs- und Behandlungsversuche der Medizin noch in sehr verschiedene Richtungen. Ob eine Dauerentzündung der tiefen bindegewebigen Rücken- und Iliosakralfaszien eher eine psychosomatische Erkrankung oder umgekehrt diese Entzündung zu psychischen Dekompensationen führt, wird heftig diskutiert: manche betrachten die Fibromyalgie auch als eine neurologische, genetische und endokrin-hormonelle Erkrankung, die mit Schlafstörungen, Fatigue, Burnout und vielen weiteren Symptomen vergesellschaftet sein kann .

Eine konsequente, koordinierte multimodale Schmerztherapie in einem entsprechenden Schmerztherapiezentrum ist bei einer Fibromyalgie aber meist unumgänglich. Erst in allerletzter Zeit haben sich neue, oft  auch ambulant durchführbare Interventionsmethoden und systemische Therapieoptionen zu entwickeln und wohl auch zumindest teilweise zu bewähren begonnen: ich selbst betreue aber in Ravensburg im neuen bandscheibenzentrum.de keine Fibromyagien und auch keine sonstigen multimodalen chronifizierten Schmerzkrankheiten mehr.

ist ein umgangssprachlicher, für die Medizin aber zu weit gefasster Begriff.  Rückenschmerzen können sehr viele verschiedene Ursachen haben und bedürfen vor allem auch im lumbosakralen und iliosakralen Übergang einer eingehenden Differentialdiagnostik. Neben sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen muss bei entsprechenden Symptomen rechtzeitig aber auch an spezifische Ursachen gedacht werden.

  • Bandscheibenvorfall ohne/mit
  • Radikulopathien/Nervenschäden
  • Osteochondrosen nach Modic mit
  • Wirbelknochenödemen oder Aktivierungen
  • degenerative Diskopathien mit
  • Faserringveränderungen und/oder
  • Bandscheibenverschmälerung, Black Discs
  • Iliosakralsyndrome
  • Segmentinstabilitäten
  • Wirbelgelenküberreizungen
  • Wirbelgelenkarthrosen
  • Spinalkanal-/Rezessusstenosen durch Fibrosen
  • entzündlich rheumatische Rückenleiden

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


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Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.