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Bandscheibenvorfall

Können bei einem Bandscheibenvorfall gezielte und schonende Biointerventionen chronische Folgeschäden verhindern?

Die Bandscheiben zwischen den unteren Lendenwirbeln sind durch unsere moderne sitzende Lebensweise mindestens so starken Gefährdungen ausgesetzt wie bei körperlichen Arbeitern im Zeitalter unserer Großeltern und Urgroßeltern. Sitzen schadet!

Neben den Stoffwechsel- und Herzkreislaufleiden nehmen schmerzhafte Probleme mit den tiefen iliosakralen Faszien und den lumbosakralen Disci intervertebrales, also dem Kreuzdarbeingelenks-Bindewebe und den unteren Zwischenwirbel-/Bandscheiben die Spitzenposition der heutigen Diagnose-Hitparade ein. Ganz zu schweigen von den oft auch durch die chronischen Schmerzen verursachten fibromyalgischen und depressiven Dekompensationen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit durch Burnout etc..

Ein Bandscheibenvorfall kann sich langsam anbahnen, um sich dann ganz plötzlich bei einer geringsten Fehlbewegung oder Fehlbelastung akut zu manifestieren: der schon lange Zeit fehlbelastete und überdehnte hintere Abschnitt des äußeren Bandscheibenfaserringgewebes reisst ein und die gallertige Knorpelkernmasse des Bandscheibenzentrums tritt in den Lendenwirbelkanal aus, um hier die Rückenmarkshäute mit ihren Nervenwurzeln und verästelteten vegetativen Feinfasernervengeflechten intensivst entzündlich zu reizen.

Auch ohne Druck der aus dem Bandscheibenzentrum ausgetretenen korpeligen Gewebsmasse auf eine Nervenwurzel des Ischias kann durch die starke Reizung und Schwellung der epiduralen Rückenmarkshäute ein unerträglicher Nervenschmerz, aber auch Gefühlsstörungen oder sogar eine Lähmung der Beine eintreten.

Eine Operation, bei der ein Chirurg in dieses entzündlich schmerzende Gewebe eindringt, um Teile davon zu entfernen, könnte wie in's Feuer gegossenes Öl wirken.

Schonende und gezielt unter Bildwandlerkontrolle eingebrachte örtlich wirksame Entzündung hemmende, abschwellende Substanzen bieten mitunter eine Alternative zur OP.

Kortison ist wirksam, birgt aber auch von der Dosis abhängige Nebenwirkungen. Biologisch wirksame Alternativen oder Additive bieten sich an. Auch spezielle biophysikalische neuromodulative Therapien im entsprechenden Abschnitt des Spinalkanals bieten sich an. Die Lasertechnik hat schon fast revolutionäre Fortschritte sowohl im Zwischenwirbelraum, also direkt im Bandscheibenzentrum, aber auch im Lendenwirbelkanal epidural zwischen den Rückenmarkshäuten und den kleinen Wirbelgelenken aufgezeigt. Viele dieser neuen Methoden finden im Übrigen ähnlich zunehmend auch Anwendung bei den schmerzhaft rheumatischen Leiden der Kreuzdarmbeingelenke und der Iliosakralfaszien.

Doch was geschieht nach einem Bandscheibenvorfall, wenn jetzt im Bandscheibenzentrum Knorpelgewebe fehlt? Ist Knorpelregeneration auch direkt im Bandscheibenzentrum möglich?

Sowohl nach einem akuten Bandscheibenvorfall wie auch bei chronisch degenerativem
Abbau des Bandscheibengewebes werden seit kurzem neuartige Therapien mit körpereigenen Substanzen aus Eigenblut und körpereigenen, aufbereiteten Stammzellen direkt im betroffenen Bandscheibenzentrum durchgeführt.

Die Praxis Dr. Sigg Orthopädie hat sich in den vergangenen beiden Jahren speziell in diesem spannenden orthopädischen/neurochirurgischen Bereich der mesenchymalen Regenerationsmedizin stetig weiter entwickelt und wird die Spezialisierung 'Biointerventionen/Bandscheibenzentrum' auch stetig weiter im Fokus behalten.

Bald werden Sie auch auf einer völlig neu eingerichteten Website mit mehr interaktivem Interface Gelegenheit haben um herauszufinden, ob und gegebenenfalls wie groß die Chancen noch stehen, daß bei einem bereits eingetretenen Bandscheibenschaden ein biointerventioneller Eingriff Aussicht auf Erfolg zeigen könnte.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.