Spinalkanal & Bandscheibe

Degeneration der Bandscheiben - Auswirkung auf den Spinalkanal

Spinalkanal & Bandscheibe

Intakte Bandscheiben - auch zum bestmöglichen Erhalt des epiduralen Bindegewebes im Spinalkanal

Der lumbale Spinalkanal in der Lendenwirbelsäule ist innen von einem auch von vegetativen Nervenfasern durchzogenen, sehr sensiblen speziellen Bindegewebe ausgekleidet. Diese dünnen, hoch empfindliche Bindegewebsschichten bilden das sogenannte epidurale Bindegewebe, eigentlich eine innerliche "Spinal-Faszie" des Rückenmarkkanals. Durch den Spinalkanal zieht  schließlich auch der mit dem Nervenwasser Liquor cerebrospinalis gefüllte derber umhüllte ("Dura") Rückenmarksack mit seinen Spinalnerven bis in die seitlichen Ausläufer des Rückenmarkskanals. 

Dieser hochempfindlichen bindegewebigen epiduralen Zwischenschicht/"Spinalfaszie" kommt in der Neurochirurgie, Orthopädischen Spinalchirurgie sowie der neurochirurgischen Rehabilitations- und Regenerationsmedizin eine ganz besondere Rolle zu.

Zu häufiges und zu langes Sitzen, stoffwechselbedingte Überreizungen aber auch Arthrose und Arthritis der Wirbelgelenke sowie die Degeneration der Bandscheiben mit Segmentkollaps führt hier recht häufig zu fortschreitend narbigen, fibrösen Verdickungen der Wandschichten mit zunehmenden Verengungen des lumbalen Spinalkanals: Spinalkanalstenose.

Die Spinalkanalstenose L4/L5, also zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel ist mittlerweile neben den akuten Bandscheibenvorfällen und den Segmentinstabilitäten dieser Etage L4/L5 die am häufigsten durchgeführte neurochirurgische oder orthopädisch-spinalchirurgische Operation.

Eine zunehmende Fibrosierung/Vernarbung, Hypertrophierung/Verdickung und Stenosierung/Einengung durch rechtzeitig gezielten Bandscheibenerhalt zu verhindern wird jetzt rasch zunehmend zu einer der größten Herausforderungen der die Mobilität erhaltenden Orthopädie, Neurochirurgie, Physikalischen und Rehabilitativen bioregenerativen Interventionsmedizin -  oder ist es eigentlich schon  bereits schon geworden...!

Ohne funktionell intakte und bio-sensomotorisch aktive Bandscheiben, Kreuzdarmbein-Verbindungen der inneren iliosakralen Hüfte, aber auch der Faszien und Corestabilisatoren des unteren Rückens dürfte dieses Problem aber nie wirklich befriedigend gelöst werden. Und es wird - neben dem individuellen persönlichen Leid! - sicher auch dem gesamten Sozialsystem während des gerade erst beginnenden demographischen Wandels noch einige Probleme bereiten.

Chirurgische Dekompressionen, interspinöse Spreizer, OP`s zur Wirbelversteifung Spondylodese - ob mit oder ohne Restitution einer ideal vermessenen "sagittalen Balance" - alle neurochirurgischen Operationen halten bislang die ersehnten langfristigen positiven Versprechen noch nicht wirklich befriedigend, bleiben bislang eine Ultima Ratio zur Erhaltung der Gehsicherheit und Gehfähigkeit:

Nach einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder auch einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion, aber auch bei oft genetisch bedingtem Bandscheibenverschleiss Diskose und Osteochondrose bleiben der  Bandscheibenerhalt, die sensomotorisch reagible epidurale "Spinalfaszie" sowie die iliosakrale innere Hüfte weiterhin ganz im Fokus der auch bildgesteuert schonend eingreifenden Physikalischen und Rehabilitativen Medizin.



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Dr. Peter Sigg

Bandscheibenzentrum Dr. Sigg, Deutschland

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