Diagnose und Krankheitsbilder

Das Rheuma

Was ist Rheuma?

Immunreaktive Entzündungen von inneren, tiefen Faszien, Binde- und Knochengewebe können auch in der Wirbelsäule und im Iliosakralgelenk ISG zu Schmerzen und Dauerschäden führen: Früherkennung im MRT und mit speziellen Laboruntersuchungen einschließlich spezieller Gen-Tests!

Wenn die rheumatologische Analyse durch MRT und Labor noch rechtzeitig früh genug die Rheumadiagnose erfasst, können durch entsprechende Rheuma-Therapien später nicht mehr reversible Dauerschäden in Hüfte und Rücken verhindert werden.

"Rheuma hat viele Gesichter...": das Wort Rheuma selbst stammt noch aus dem frühen Altertum, als die Ärzte sich mit der Zusammensetzung und Regulation der Körpersäfte beschäftigt haben. Die Vorstellungen der "Körpersäftelehre" oder "Humoralpathologie" unserer frühen Vorfahren spielen aber immer noch weit bis in die Gegenwart herein. Rheuma wurde als "Verschleimung der Körpersäfte" gesehen. Kühle Nässe fördere die Verschleimung und Verschlackung der Körpersäfte und Organe, während milde Wärme sie eher wieder zur Auflösung bringe. Die heutige Rheumatologie hat natürlich kaum noch etwas mit diesen Vorstellungen aus der Antike zu tun. Die Rheumatologie definiert Rheuma heute als eine genetisch und immunreaktiv bedingte Entzündung des Bindegewebes einschließlich der Muskeln, der Knorpel und Knochen. Rheuma kann zu Arthritis und Arthrose, sowie zu Vernarbungen einschließlich der der ISG-Faszien und des Spinalkanals (Spinalstenose) führen. Entzündliches Rheuma kann Strukturen so nachhaltig zerstören, das deren Funktionen nicht mehr erfüllt werden können. Die Rheumatologie ist deshalb sehr bemüht, durch Früherkennung und sofortige adäquate Frühbehandlung bleibende Schäden durch immunreaktive entzündliche Gewebszerstörungen rechtzeitig zu verhindern.

Die Symptome von Rheuma sind die Symptome einer Entzündung. Gewebsschwellung und Schmerzen. Die Symptome sind nachts/frühmorgens besonders intensiv. Nächtliche tiefe Rückenschmerzen und Hüftschmerzen mit Morgensteifigkeit sollten bei chronischem Verlauf rheumatologisch weiter analysiert werden! 

Bilder Rheuma

Die Diagnose von Rheuma wird in der Regel erst nach einer intensiven rheumatologischen Analyse durch eine Rheumatologin oder einen Rheumatologen exakt erfasst. Neben MRT sind CT, Sonografie, Laborparameter von Blut und manchmal auch Gewebsproben erforderlich. Entzündungsschmerz durch Rheuma zu lange einfach mit Schmerzmitteln und Übungen zu unterdrücken versuchen, kann zu irreversiblen Dauerschäden führen!

Die Therapie von Rheuma ist nicht sehr einfach! Viele Rheumamedikamente können ernsthafte Nebenwirkungen mit sich bringen. Deshalb ist bei immunreaktiv entzündlichem Rheuma auch immer sowohl ein Rheuma-Internist und ein Rheuma-Orthopäde beizuziehen!

Die Symptome von Rheuma führen nicht immer sofort zur Diagnose! Schmerzen der Faszien und der Gelenke wie etwa der Lendenwirbelsäule LWS und des Iliosakralgelenks ISG können auch andere Ursachen haben. Das wichtigste Symptom Entzündungsschmerz ist subjektiv und das objektive Symptom Gewebs-/Gelenkschwellung ist in den tiefen Strukturen von Bandscheibe, LWS, ISG und Steißbein samt ihrer Faszienverbindungen meistens ohne Kernspin MRT und Ultraschall Sonografie kaum zu objektivieren.

Rheuma durch Arthrose, Arthritis und Fasziitis mit Dauerentzündung lässt sich nicht immer so einfach chirurgisch durch ein OP behandeln. Selbst bei einer Gelenkersatz-OP wie zum Beispiel einer Hüft-TEP wegen Coxarthritis-Gelenkzerstörung ist der Heilverlauf komplizierter als bei den weniger aktiven Hüftarthrose Coxarthrose.

Immunreaktivem Rheuma vollständig vorzubeugen ist kaum möglich. Genetik, Lifestyle und wohl auch "Schicksal" spielen hier eine zu große, dominante Rolle! Allerdings kann der durch viele individuelle Faktoren bedingte Verlauf durch kooperatives Engagement von Patienten/Patientinnen und Rheumatologen heute sehr positiv beeinflusst werden.  

Entzündlich rheumatische Erkrankungen der LWS und des ISG neigen zu Gewebszerstörungen und intensiven reaktiven Vernarbungen. Je intensiver die immunpathogene Entzündung ist, desto intensiver sind die zu erwartenden irreversibler Folgen. Im Zentrum der Rheumatologie steht deswegen nicht nur der Rheuma-Schmerz, sondern die Erhaltung der Mobilität! Schmerzen durch entzündlich rheumatische Erkrankungen weisen deswegen auf einen Entzündungsschub hin. Und während eines aggressiven Schubes sollte mit Übungen sehr vorsichtig umgegangen werden. Durch zu intensive Mobilisation und Stimulation können Dauerschäden entstehen. Ist die Diagnose gesichert, sollte also bei Rheuma nur unter engmaschiger fachärztlicher Kontrolle die Erhaltung der Mobilität im Fokus stehen!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.