Diagnose und Krankheitsbilder

Das Iliosakralsyndrom

Was ist ein Iliosakralsyndrom?

Ein Iliosakral-, bzw. Iliosakralgelenks-, ISG-Syndrom kann durch ISG-Arthrose, ISG-Arthritis, ISG-Rheuma, Verklebungen und Vernarbungen der ISG-Faszien mit ISG-Blockaden = Spasmen des Piriformis- (& Iliopsoas- ) Muskels entstehen.

Auch heute ist immer noch die Bandscheibe zu sehr als die vermeintlich alleinige Hauptquelle von Rückenschmerzen und Ischias im Fokus der Diagnostik! Wenn aber nach einer OP an der Bandscheibe weiter Hüft-, Rücken- & Ischiasschmerzen bestehen, wenn trotz Pillen und Übungen einschließlich Faszienrollen die Schmerzen nicht nachlassen, spätestens dann sollte definitiv auch eine kompetente ISG-Analyse und gezielte ISG-Therapie in den Fokus rücken!

Unter einem Syndrom versteht man in der Medizin die Gesamtheit von Krankheitszeichen = Symptomen. Diese werden bei einem ISG-Syndrom durch eine Überlastung, Überreizung, Verklebung und Vernarbung in den mächtigen bindegewebigen ISG-Faszien und ihren Anheftungsstellen an der Knochenrinde verursacht:

Die Symptome eines Iliosakral-/ISG-Syndroms äußern sich durch tiefe untere Rückenschmerzen, Schmerzen im Po und Steißbein beim Sitzen. Drehen im Bett, Treppensteigen, morgendliches Aufstehen werden schmerzhaft. Durch die Involvierung/Beteiligung des Piriformismuskels kommt es zu ISG-Blockaden, häufig sogar mit Schmerzen im Ischias-Nerv.

Bilder Iliosakralsyndrom

Die Diagnose eines ISG-Syndroms ist diffizil,denn oft bestehen gleichzeitig mehrere ineinander greifende Prozesse. Nur durch bildgesteuerte Test-Spritzen können das ISG selbst, seine Faszien und Faszienverankerungen in den Knochenrinden von Kreuzbein, Steißbein, Lendenwirbel und Darmbein (Enthesen) sowie die direkt angrenzenden Wirbelfacettengelenke ausgetestet werden. Bei einem chronischem ISG-Syndrom sollte unbedingt ein Kernspin MRT, manchmal auch ein CT etwaige iliosakralen Veränderungen objektivieren: ISG-Rheuma, ISG-Arthritis und ISG-Arthrose.

Der rechtzeitigen gezielten ursächlichen Therapie des Iliosakralsyndroms kommt eine überragende Rolle bei der Behandlung spezifischer unterer Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischias Schmerzen zu. Viele Operationen an den Bandscheiben und an der Lendenwirbelsäule LWS bleiben erfolglos, weil ein ISG-Syndrom, also eine Instabilität, Arthrose, Arthritis und Rheuma im Kreuzdarmbeingelenk nicht erkannt oder zumindest nicht gezielt (mit-)behandelt worden sind.

Ist die Diagnose ISG-Syndrom gesichert, stehen jetzt immer mehr gezielte, schonende und nachhaltige Therapien durch einen Iliosakralspezalisten zur Verfügung: 

Schmerzen im ISG - Video

Untere Rückenschmerzen haben ihre Ursachen sehr häufig im Iliosakralgelenk (ISG). Ein Iliosakralsyndrom kann dabei sehr viele Ursachen haben. Ohne Kernspin ist eine verlässliche Diagnose sehr schwierig. Oft sind die Schmerzen auch in Kombination mit einer Arthrose und Rheuma zu behandeln.
 

Ein ISG-Syndrom, gleichgültig ob durch eine ISG-Arthrose, ISG-Arthritis, ISG-Rheuma oder durch Ansatzreizungen der ISG-Faszien an den Knochenrinden (Enthesen) der knorpelig überzogenen iliosakralen Knochenspalte kann heute sehr gut oft auch ohne eine große chirurgische ISG-OP behandlt werden. 

Nur selten müssen die beiden Knochen, also das Darmbein Ilium (Beckenschaufel) und das Kreuzbein Sakrum durch eine chirurgisch invasive OP miteinander fusioniert, muss also eine Versteifungs-OP des Iliosakralgelenks ISG erfolgen. Speziell bei Immunrheuma und bei den ähnlichen ISG-Schmerzen durch Reizungen an den Knochenrinden (periostalen Enthesen) scheinen die ISG-Versteifungen nicht wirklich den erhofften Erfolg zu gewährleisten.

Dem Iliosakral- oder ISG-Syndrom sollte unbedingt vorgebeugt werden. Die am besten bewährten vorbeugend prophylaktischen Maßnahmen sind das Vermeiden von längerem Sitzen, das Vermeiden von unnötigen Operationen an der Hüfte und am unteren Rücken - sowie aber auch ein ganz spezifisches "sensomotorisches" Training einschließlich der Tiefenmuskeln / Kernmuskeln Psoas und Piriformis. Selbst ein mäßig intensives sensomotorische Training zur Verbesserung der Corestability scheint wesentlich effektiver zu sein als der Aufbau von reiner Muskelkraft und Muskelmasse der sichtbaren Muskeln des Körpers.

Muskelkraft und Muskelmasse spielen am Iliosakralgelenk eine absolut untergeordnete Rolle. Es gibt keine Muskeln, die die ISG-Stabilität garantieren könnten. Das Kreuzbein ist zwischen den beiden Darmbeinen über mächtige bindegewebige Faszien stabil eingefügt. 

Viele "Mobilisationen" des Kreuzdarmbeingelenks ISG bewirken sogar eine zunehmende ISG-Instabilität. Yoga, Pilates, Corestabilty HiiT, etc. sind in Verbindung mit dem entsprechenden Training des Neurovegetativums oft wesentlich besser geeignet.


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.