Diagnose und Krankheitsbilder

Die Arthrose

Was tun bei Arthrose in Rücken und Hüfte?

Rechtzeitige Analysen mit früher Diagnose und biologisch möglichst nachhaltigen Therapien können helfen, Arthrose Schmerzen und schmerzhafte Einschränkungen zu verhindern.

Die bisherige Fokussierung auf den Knorpel mit Knorpel-Abnutzung, Knorpel-Schmierung mittels Hyaluron-Spritzen in den Gelenkspalt und "Entlastung" können an der Wirbelsäule mit dem ISG und auch dem Hüftgelenk den eigentlichen Ursachen von Arthrose & Osteoarthritis nicht wirklich ursächlich Rechnung tragen. Genetisch mitbedingte immunrheumatologische Konzepte werden die Zukunft der Arthrose-Therapie maßgeblich und fundamental andersartig neu definieren. Für viele aber leider wohl recht spät - und deshalb nur noch von begrenztem Nutzen. Die möglichst frühe Arthrose Analyse und Arthrose Diagnose und vor allem auch die frühe gezielte Arthrose Therapie sollten mehr in den Fokus rücken!

Arthrose ist das häufigste Leiden der Gelenke. "Verschleiß" durch Reizzustände mit Zerstörung von Struktur und Funktion der betroffenen arthrotischen Gelenke:

Schicksal und deshalb eben nichts zu machen? Schmerzmittel mit Nebenwirkungen?! Lindernde Physiotherapie? Irgendwann eine OP?

Bis vor wenigen Jahren standen nur der Tastbefund, die Bewegungswinkel und das Röntgenbild zur Beurteilung von schmerzhaften Gelenken zur Diagnose zur Verfügung . So ist erklärlich, dass viele der heute noch gebräuchlichen Arthrose -Definitionen die eigentlichen, immunologischen Vorgänge der arthrotischen und osteoarthritischen Gelenkveränderungen nicht wirklich erfassen, deshalb auch nicht ursächlich therapeutisch berücksichtigt werden können.

Durch die heutige zur Verfügung stehende spezielle Kernspintomografie oder Magnetresonanztherapie MRT, sowie vor allem durch sehr viele Fortschritte in der Genetik/Immunologie/Rheumatologie und der Gen-Biotechnologie ist endlich auch die Entwicklung einer Arthrose (international: "Osteoarthritis") besser verständlich. Neue therapeutische Optionen außerhalb der Mainstream-, Schmerzmittel-, Akupunktur-, Physiotherapie- und Ersatzteilmedizin sind in Entwicklung.

Die neuen Erkenntnisse und Entwicklungen haben die bisherigen Vorstellungen von der Entstehung der Arthrose endlich vom Kopf (Dogma) auf die Füße (Biologie) zu stellen begonnen.

Die Arthrose ist keine mechanische Abnutzung durch Überlastung, kein Knorpelabrieb durch fehlende Gelenkschmiere. Arthrose ist ein immunreaktives Gelenk-Leiden, das zunehmend zu Verlust von Struktur und Funktion sämtlicher Strukturen der Gelenke führt.

Knorpel, Gelenkhülle/Gelenkkapsel, Knochenrinde und Knochenmark und vor allem alle inneren Faszien bilden eine Einheit, die bei der Arthrose Osteoarthritis zur fortschreitenden Zerstörung und zur schmerzhaften Bewegungseinschränkung bis hin zur Unbeweglichkeit führen können. Das gilt für sämtliche Gelenke: sowohl die Finger- und Zehengelenke, die Wirbelsäulengelenke wie auch die Hüftgelenke und die Kniegelenke.

Die Arthrose führt oft zu Belastungsschmerzen und Bewegungsschmerzen. Wenn das Gelenkgewebe überreizt ist, spricht man von einer Aktivierung, als zum Beispiel einer aktivierten Wirbelfacetten- oder Spondylarthrose. Spondylarthrosen der unteren Lendenwirbelsäule treten sehr häufig in Kombination mit ISG-Arthrose auf und sind von den Symptomen her oft kaum zu unterscheiden. Eine frühe Arthrose mit Aktivierung oder Arthritis kann nur im MRT erkannt werden. Die knöchernen Verformungen einer Arthrose sind dagegen oft besser im CT zu erkennen. Erst (zu) spät sind Arthrosen im konventionellen Röntgenbild zu sehen.

Ob eine aktivierte Arthrose, bzw. eine Arthritis von LWS oder ISG oder eine Bandscheibe oder die tiefen Faszien im Spinalkanal für die Schmerzen verantwortlich sind, kann differenzialdiagnostisch letztlich aber nur durch gezielte Testinfiltration unter Realtime-Bildkontrolle beurteilt werden. Und dann einer weiteren, ursächlich gezielteren Therapie der jeweiligen anatomischen biologischen Strukturen zugeführt werden.

Bilder Arthrose

Die Diagnose Arthrose oder Arthritis an der Lendenwirbelsäule, im Kreuzdarmbeingelenk und am Steißbein kann wegen der tief versteckten Lage im unteren Rücken nur durch moderne Bildgebung wie MRT und CT gestellt werden. Die Aufnahmen mittels konventioneller Röntgen-Projektionen sind in ihrer Genauigkeit und entsprechenden therapeutischen Konsequenz dagegen immer weniger relevant.

Für die frühe Diagnose Arthrose und Arthritis an LWS & ISG und auch ihrer weiteren Verlaufsbeurteilung bietet vor allem das MRT heute weitaus die wichtigsten Möglichkeiten.

Während Neurochirurgen meistens nur nach etwaigen Engstellen für durchziehende Nervenwurzeln fahnden, suchen Rheumaschmerzspezialisten auch gezielt nach den aktiven Schmerzquellen durch Arthrose, Arthritis und Bindegewebsentzündungen in der LWS und am/im ISG.

Die ursächliche Therapie von Arthrose steckt noch ziemlich in den Anfängen. Die Schulmedizin empfiehlt bislang in ihren Leitlinien Schmerzmittel, entzündungshemmende Mittel einschließlich Cortison sowie die Fortsetzung regelmäßiger "Übungen zur Muskeldehnung und Muskelkräftigung in eigener Regie" wie von der bisherigen schulmedizinischen Physiotherapie instruiert.

Viele Patientinnen und Patienten mit einschränkenden Rücken- und Hüftschmerzen durch Arthrose und "Rheuma"/Arthritis suchen im Internet, in Illustrierten, in Ratgeberbroschüren und bei Heilpraktikern nach "Wundermitteln" und "Wunderübungen". Oft aus der berechtigten Sorge, dass sonst irgendwann eine OP wie die  ISG- und Lendenwirbelversteifung oder ein Hüftgelenkelenkersatz TEP bei einer Hüftarthrose (Coxarthrose) anstehen könnte. 

Eine OP an LWS & ISG ist aber immer erst dann angezeigt, wenn rechtzeitig keine biologisch schonenderen minimalinvasiven Möglichkeiten mehr zu erkennen sind.

Die Medien werden nicht müde, die steigenden Zahlen für OPs an Hüfte und Rücken anzuprangern. Aber nicht jede OP ist kontraindiziert! Selbst wenn eine OP unumgänglich geworden ist, sollte trotzdem nochmals analysiert werden, in welchem Kontext die jeweilige Arthrose entstanden ist und ob künftig minimalinvasive Alternativen zur noch rechtzeitigen Intervention und Funktionsregeneration schneller erkannt und genutzt werden könnten. 

Einer Arthrose von LWS & ISG sollte vor allem bei entsprechender genetischer Veranlagung möglichst früh entgegen gewirkt werden. Die Genetik, Immunologie und Rheumatologie werden in Verbindung mit der Entwicklung neuer Zellbotenstoff-Medikamente und Genetic-Engeneering sicher noch manche Disruption bewirken.

Rheuma- & Arthrose-Therapie könnte bald auch Sache der Gen- & Pharmaindustrie werden.

Neue Erkenntnisse der Faszien-Rheumatologie sowie der Komplementär- & Alternativmedizin bieten ebenfalls viele neue interessante Ansätze zur Erhaltung der Bewegungs- und Lebensfreude in der zweiten Lebenshälfte. Zu erwähnen sind gezielte Biostimulationen z.B. mit Eigenblut, Biologika, Biostimulationen mit ESWT-Stoßwellen, mit Mikroströmen und mit Laserfarblicht.

Bei Übungen im Zusammenhang mit Arthrose sollte unbedingt ein Grundverständnis zum Verlauf einer  Arthrose mit Aktivierungen (Arthritis) und nachfolgenden narbigen Fibrosierungen (Fibrose) vorhanden sein.

An der LWS die Spondylarthose mit Spondylose und am ISG die Iliosakral- oder ISG-Arthrose sind weniger allein durch die Knorpelveränderungen, als vielmehr durch die Vernarbungen /Fibrosen der Umgebung von wesentlich größerer Bedeutung. Der Erhalt der Elastizität der tiefen zusammenhaltenden Faszien ist in Phasen der Aktivierung mit nächtlichen und frühmorgendlichen Rücken- und Hüftschmerzen eine besonders heikle Aufgabe. Sind die tiefen Strukturen wie die Gelenkkapseln, tiefen Faszien und Knochenrinden sowie die Multifidi Muskeln andererseits schon recht narbig spröde, neigen sie zu weiteren feinen Haar-Rissen und weiteren entzündlichen Entwicklungen bis in die Knochenrinde und die darunter liegenden Knochenschichten. "Richtige Übungen" setzen also - um nicht mehr Schaden als Nutzen zu verursachen - eine sehr eingehende, vertiefte Analyse der aktuellen biologisch anatomischen Situation der Wirbelsäule und des Iliosakralgelenks, aber auch der gesamten individuellen neurovegetativen, hormononellen und immunologischen Regelkreise eines jeden Individuums voraus.

 


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.