Bandscheibenvorfall Diagnose

Diagnose nur nach umfangreichen Untersuchungen

Bandscheibenvorfall Diagnose

Die noch oft vorzufindenden "Diagnosen Lumbalgie und Lumboischialgie" sind mit Fremdworten beschreibende Symptome und keine wirklich zielführenden Diagnosen. Den Lumbalgie heißt wörtlich übersetzt nur Lendenschmerz und Lumboischialgie nur Lenden-Ischias/Hüft-Schmerz.

Nach Schilderung der Symptome wird der weitere körperliche Untersuchungsbefund erhoben. Orthopädie der Lendenwirbelsäule, Kreuzdarmbeingelenke, Hüftgelenke und zusätzliche Neurologie wie Reflexe, Lähmungen und Gefühlsausfälle. Beim Orthopäden werden immer noch oft auch Röntgenbilder gemacht: und dann vielleicht knöcherne Verschleißzeichen festgestellt. Die Bandscheibe selbst und die Strukturen des Wirbelkanals wie das Ligamentum flavum (Bindegewebsauskleidung des Rückenmarkskanals) und die Wirbel- Facettengelenke können so aber nicht definitiv erfasst werden. Deswegen bedarf es bei einem entsprechendem Verdacht einer weiteren speziellen Schnittbildgebung mittels MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie) oder seltener auch mittels der Röntgen-Röhre Computer-Tomografie CT. Selbst bei so massiven Symptomen wie Lähmungen in den Beinen würde heute kein Chirurg eine gezielte Operation am Rücken ohne Schnittbildgebung MRT/CT durchführen können und dürfen.

Werden im MRT Befundauffälligkeiten an Bandscheiben, Lendenwirbelkörpern, Wirbelgelenken, Rückenmarkskanalauskleidung oder weiteren Strukturen des unteren Rückens festgesellt, muss eine klinische Wertung von einem erfahrenen Spezialisten vorgenommen werden. Große Massenvorfälle mit kompletter Verlegung des Wirbelkanalquerschnitts sind glücklicherweise sehr selten – es überwiegen die eher diskreteren, oft in Kombination mit weiteren Veränderungen auftretenden Bandscheibenverlagerungen: Osteochondrosen, teilweise mit Modic- Aktivierungen und Spondylarthrosen, ebenfalls teilweise mit Aktivierungen (=Reizzeichen).

Neben der betroffenen Etage, also z.B. zwischen dem 4. und 5.  Lendenwirbel,  kurz als Etage L4/L5 bezeichnet werden also neben dem Ausmaß der Bandscheibenverlagerung auch die Auffälligkeiten der näheren Umgebung des Wirbelkanals und des unteren Rückens Berücksichtigung finden.  Besteht z.B. ein Knochenödem in den Lendenwirbelkörpern? Sind arthrotische Wirbelgelenke mit Flüssigkeit gefüllt, dehnen sie sich in die Nervenaustrittskanäle aus? Ist die Bandscheibe noch gut wasserhaltig/hydriert oder schon eingetrocknet, verschmälert und unelastisch?

In den letzten beiden Jahren wird zunehmend auch auf die Beschaffenheit der die Lendenwirbelsäule umfassenden Muskeln und Faszien geachtet: sind die Rückenmuskeln schon verschmächtigt, haben sie sich narbig – verfettend zurückgebildet?

In einem Kernspin MRT kann also eine ganze Fülle von Informationen erhalten werden - deutlich über die Fragestellung "Bandscheinvorfall?" hinaus. Zunehmend rückt bei der Abklärung des unteren Rückens aber auch das zwischen den beiden Darmbeinen der inneren Hüfte elastisch über feste Faszien einge-fügte ("einge-hängte") Kreuzbein in`s Interesse der Orthopädie, Neurochirurgie, Physikalischen und Rehabilitativen Medizin. Die Radiologen müssen zunehmend auch hierzu entsprechende MRT, seltener CT-Schichtaufnahmen "liefern". Oft finden sich gleich mehrere Auffälligkeiten in MRT oder CT.  In vielen Fällen wird, trotz penibel erhobener Anamnese und ebenso penibler, sorgfätiger Erhebung der ärztlichen klinischen und der weiterführenden manualmedizinischen körperlichen Untersuchungsbefunde erst eine gezielt bildgeführte diagnostische Lokalinfiltration DLI zur weiteren Klärung beitragen. Und diese DLI ist dann oft auch schon die Überleitung zur therapeutischen Lokal-infiltration TLI, mit der sie die Leid-geprüften Patientinnen und Patienten mit langer Leidensgeschichte immer noch recht häufig verwechseln. Diese diagnostischen/infiltrativen "Blockaden" an der Lendenwirbelsäule und an der inneren Hüftspaltesind aber für die weitere exakt zielgerichtete Behandlungsplanung unerlässlich. Extrem selten wird heute also noch ausschließlich ein MRT oder auch CT die sofortige Einweisung zu einer Operation an innerer Hüfte und unterem Rücken rechtfertigen.

Segmentinstabilitäten mit Wirbelgelenkarthrosen, narbig einengenden Wirbelkanalveränderungen/Spinalkanalstenosen, aktivierte Zwischenwirbelraumveränderungen (Modic), Faserringüberdehnungen und Teileinrisse und vor allem auch Veränderungen der tief liegenden Rückenfaszien sowie der schmerzhaft dekompensierenden iliosakralen Hüft-Region bedürfen ebenso einer besonderen Beachtung und gezielten Therapie.

Moderne sonographische Ultraschalluntersuchungstechniken erlauben zunehmend auch eine technische/apparative Dokumentation von Spannungszuständen tiefer bindegewebiger Rückenfaszien. Diese durch Übersäuerung/Verschlackung oft entzündlich überreizten und narbig verhärteten und verklebten Bindegewebsstrukturen gewinnen in der modernen Regenerationsmedizin eine zunehmende Relevanz. Meistens wird aber auch dann erst die - in vielen Jahren durch unzählige Male Tag täglich wiederholt geübte und erfahrene - tastende Hand des Arztes die richtige Beurteilung solcher biologischen Bindegewebs-Veränderungen erlauben.

Das von Anfang an angestrebtes Ziel ist es aber, die Bandscheibe vor dem zunehmenden Kollaps, der kompletten Funktionsdekompensation mit Instabilität, Arthrose und Spinalstenose möglichst schonend und ursächlich zu bewahren!



Im Team stark! Spezialisten für Bandscheiben und Bandscheibenvorfall.

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit einem Bandscheibenvorfall oder Schmerzen in der Bandscheibe ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen beinhaltet Städte wie Ravensburg, Weingarten, Lindau, Tettnang, Friedrichshafen, Markdorf, Meersburg, Überlingen, Sigmaringen, Mengen, Bad Saulgau, Riedlingen, Ehingen, Ulm, Neu-Ulm, Bad Buchau, Biberach, Bad Waldsee, Augsburg, Kempten, Memmingen, Leutkirch, Bad Wurzach, Isny, Wangen, Lindenberg und Scheidegg bis hin zu den Regionen Stuttgart, Freiburg und München.


 

Dr. Peter Sigg

Bandscheibenzentrum Dr. Sigg, Deutschland

Online Terminanfrage

Priorität in unserer Praxis haben spezifische Probleme wie Bandscheibenschäden. 

Zur Terminvergabe bitte wir Sie, unseren Online-Fragebogen auszufüllen. Dies erleichtert uns eine ideale Terminplanung für Sie. Bitte beachten Sie, daß wir Online-Terminvergaben bevorzugen.

Online Termin