Anatomie und Funktion

Das Steißbein

Was ist das Steißbein (Coccyx)?

Das Steißbein (Coccyx) ist das unterste Ende der Wirbelsäule. Es liegt noch unterhalb des Kreuzbeins (Sacrum). Mit seinen äußerst feinen, sensiblen Faszien, winzigen Bandscheiben und dem sensiblen Imparganglion bildet es am Übergang zum Iliosakralgelenk ISG und zur Hüfte mit Piriformis & Co eine immer noch wenig bekannte eminent wichtige Steuerstelle - und auch eine Quelle von besonders unangenehmen Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte und auch von Ischias-Schmerzen.

Die Spinalfaszien und die Corestabilisatoren des Beckens - vor allem Psoas & Piriformis - sind besonders intensiv auch an viele vegetative Nervenfasern und Propriozeptoren gekoppelt. Das geschützt direkt hinter dem Steißbein und Kreuzbein im Becken liegende Imparganglion/ Ganglion impar ist nicht nur eine Quelle besonders tief inneren Wohlbehagens, sondern bei systemisch-immunpathogenen Überreizungen durch zu vieles Sitzen und Dauer-Stress heute immer häufiger auch die Quelle emotional besonders quälender, sehr charakteristischer Schmerzen/Blockaden/Spasmen im Bereich von Hüfte, Gesäß, Beckenboden, nicht selten bis in den Ischias, also das Bein und über die Leisten bis in die Oberschenkelvorderseiten.

Bilder Steißbein

Speziell langes, gestresstes Sitzen, aber auch Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre sind Phasen erhöhter Belastungen und gehen mit Umbauvorgängen rings um die zum Steißbein verschmolzenen kleinen Steißbeinwirbel mit ihren sensiblen feinen Faszien einher. Untere Rücken- und Hüftschmerzen, Beckenschmerzen und Ischias sollten immer auch Veranlassung sein, auch die unteren Bandscheiben, die Wirbelfacettengelenke und die Iliosakralgelenke mit dem Steißbein Coccyx, den feinen coccygealen Spinalfaszien mitsamt dem Imparganglion zu untersuchen:

Mit dem Hype um das Iliosakralgelenk ISG, der den Hype um den Bandscheibenvorfall abgelöst hat, rückt jetzt auch das Steißbein immer mehr in den Fokus. Nicht mehr der Bandscheibenvorfall, sondern das Iliosakral- / ISG-Syndrom, die inneren Kernfaszien, der Piriformis und jetzt das Steißbein stehen also zunehmend im Zentrum der Analyse und gezielten Interventionsmedizin von Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischias!

Das Steißbein und der Beckenboden sind im Zusammenhang mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, Arthrose, Spinalkanalstenose, Osteoporose, Rheuma und Ischias zu einer sehr großen medizinischen Herausforderung geworden. Es geht nicht "nur" um Schmerzen -  sondern um die Erhaltung der gesamten harmonischen Bewegungs- und Lebensfreude! Durch schon rechtzeitige Diagnostik und Therapie kann eine Chronifizierung oft noch vermieden werden. Viele Diagnosen werden allerdings erst spät und auf mancherlei Umwegen gestellt: lassen Sie sich in Ihrer weiteren Bewegungs- & Lebensfreude nicht durch falsche Scham unnötig lange beeinträchtigen!

Wenn das Iliosakralgelenk ISG wieder und wieder blockiert, wenn der Piriformismuskel tief in der inneren Hüfte immer schneller und intensiver mit schmerzhaften Spasmen und Ischias, Kribbeln in den Beinen/Füssen reagiert, dann sollte nicht immer nur an die verrutschte Bandscheibe und den Gleitwirbel in der Lendenwirbelsäule, an ein Wirbelgelenksfacettensyndrom oder eine Spinalkanalstenose im unteren Rücken gedacht werden. Auch eine Arthrose und Arthritis am Steißbein mit tiefen Rücken- und Hüftschmerzen, ISG Blockaden und Ischias können heute eindeutig erkannt und gezielt behandelt werden!

Zwischen dem Kreuzbein und dem Steißbein liegt auch der Zugang zum Rückenmarkskanal, der "Hiatus sakralis" - und dieser Zugang wird von einer ganzen Reihe von besonderen Strukturen um das Coccyx und das Sakrum zu schützen versucht. Bei Arthrose, Arthritis, Rheuma und verklebenden, vernarbenden tiefen Faszien um Coccyx & Sakrum kann deshalb die natürliche Lebens- und Bewegungsfreude sehr nachhaltig verloren gehen!

Das Steißbein Coccyx war sehr lange in Vergessenheit geraten. Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der sensomotorischen Corestability, der Faszien, der Tiefenmuskeln und der Immunologie (Psychoneuroimmunologie und auch Psychoneuroendokrinologie) erwacht das Coccyx auch in der medizinischen, ärztlichen Fachwelt allmählich aus seinem Dornröschenschlaf. Neue diagnostische Erkenntnisse seiner biologisch wichtigen Steuerungsfunktionen haben in Verbindung mit neuen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten begonnen, der Bedeutung des Coccyx bei der Wiederherstellung und Erhaltung der Bewegungs- und Lebensfreude bis weit in die zweite Lebenshälfte hinein gerecht zu werden.


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.