Anatomie und Funktion

Der Spinalkanal

Was ist ein Spinalkanal?

Der lumbale Spinalkanal in der Lendenwirbelsäule ist von dünnen Faszien und vegetativen Nervenfasern durchzogen und bietet als Rückenmarkskanal eine starke und sensible schützende Hülle. 

Durch den Spinalkanal zieht der mit dem Nervenwasser Liquor cerebrospinalis und den Rückenmarksnerven gefüllte feste ("Dura") Rückenmarksack. Zwischen der Rückenmarks-Dura- Hülle und der Knochenrinde befindet sich der empfindliche, häufig verklebte Epiduralraum.

Bilder Spinalkanal

Intakte Bandscheiben sind auch zum bestmöglichen Erhalt des epiduralen Bindegewebes im Spinalkanal von größter Bedeutung!

Der lumbale Spinalkanal in der Lendenwirbelsäule ist innen von vegetativen Nervenfasern durchzogen. Sie liegen in einem sehr sensiblen, speziellen Bindegewebe, das auch als Spinalkanalfaszie bezeichnet werden könnte. Diese dünnen, hoch empfindliche Bindegewebsschichten/Spinalfaszien bilden also eine innerliche "Spinal-Faszie" des Rückenmarkkanals. Über den Wirbelgelenken ist dieses Gewebe verdickt und wird als Gelbes Band oder Ligamentum flavum bezeichnet. Durch den Spinalkanal zieht  schließlich auch der mit dem Nervenwasser Liquor cerebrospinalis gefüllte derber umhüllte ("Dura") Rückenmarksack, der ab dem ersten oder zweiten Lendenwirbel nur noch die Spinalnerven bis in die seitlichen Ausläufer des Rückenmarkskanals, die Neurorezessus, umhüllt. 

Dieser hochempfindlichen bindegewebigen epiduralen Zwischenschicht/"Spinalfaszie" kommt in der Neurochirurgie, Orthopädischen Spinalchirurgie sowie der neurochirurgischen Rehabilitations- und Regenerationsmedizin eine ganz besondere Rolle zu.

Ohne funktionell intakte und bio-sensomotorisch aktive Bandscheiben, Kreuzdarmbein-Verbindungen der inneren iliosakralen Hüfte, aber auch der Faszien und Corestabilisatoren des unteren Rückens dürfte dieses Problem aber nie wirklich befriedigend gelöst werden. Und es wird - neben dem individuellen persönlichen Leid! - sicher auch dem gesamten Sozialsystem während des gerade erst beginnenden demographischen Wandels noch einige Probleme bereiten.

Chirurgische Dekompressionen, interspinöse Spreizer, OP`s zur Wirbelversteifung Spondylodese - ob mit oder ohne Restitution einer ideal vermessenen "sagittalen Balance" - alle neurochirurgischen Operationen halten bislang die ersehnten langfristigen positiven Versprechen noch nicht wirklich befriedigend, bleiben bislang eine Ultima Ratio zur Erhaltung der Gehsicherheit und Gehfähigkeit:

Nach einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder auch einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion, aber auch bei oft genetisch bedingtem Bandscheibenverschleiss Diskose und Osteochondrose bleiben der  Bandscheibenerhalt, die sensomotorisch reagible epidurale "Spinalfaszie" sowie die iliosakrale innere Hüfte weiterhin ganz im Fokus der auch bildgesteuert schonend eingreifenden Physikalischen und Rehabilitativen Medizin.

Die Spinalkanalstenose L4/L5, also zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel ist mittlerweile die am häufigsten durchgeführte neurochirurgische oder orthopädisch-spinalchirurgische Operation.

Eine zunehmende Fibrosierung/Vernarbung, Hypertrophierung/Verdickung und Stenosierung/Einengung durch rechtzeitig gezielten Bandscheibenerhalt zu verhindern wird jetzt rasch zunehmend zu einer der größten Herausforderungen der die Mobilität erhaltenden Orthopädie, Neurochirurgie, Physikalischen und Rehabilitativen bioregenerativen Interventionsmedizin.


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.